An der Gemeinschaftsschule Rohrbach ist ein zentraler Meilenstein geschafft: Am Donnerstag, 17. September, wurde das Richtfest für den Schulneubau samt neuer Dreifeld-Sporthalle gefeiert. Landrat Frank John begrüßte dazu prominente Gäste, unter ihnen Innen- und Sportminister Reinhold Jost, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, St. Ingberts Bürgermeisterin Nadine Backes sowie Schulleiterin Susanne Fritz. John nutzte den Anlass, um den Mitarbeitenden des Immobilienmanagements der Kreisverwaltung, den Planern und Handwerkern für ihre bisherige Arbeit zu danken.
Hinter dem Vorhaben steht ein breites Bündnis. Als interkommunales Projekt erhielt der Neubau vom Innenministerium eine Bedarfszuweisung von einer Million Euro. Den weitaus größten Teil der Gesamtkosten von 22,5 Millionen Euro schultert jedoch der Saarpfalz-Kreis. Zusätzliche Mittel fließen in den kommenden Jahren aus dem Startchancen-Programm, die sowohl in den Neubau als auch in den Gebäudebestand investiert werden.
Für Minister Jost ist die Halle mehr als nur ein Ersatzbau. „Ein zeitgemäßer Sportunterricht benötigt eine zeitgemäße Infrastruktur“, betonte er und verwies darauf, dass alte, sanierungsbedürftige Hallen nun einem deutlich energieeffizienteren und wirtschaftlicheren Neubau weichen. Damit, so Jost, werde ein wesentlicher Beitrag zur schulischen Ausstattung und zur Sportförderung in der Region geleistet.

Landrat John rückte den Bildungsgedanken in den Mittelpunkt. „Investitionen in Bildung sind immer Investitionen in die Zukunft“, sagte er. Der Neubau sei auf das pädagogische Konzept der gebundenen Ganztagsschule zugeschnitten. Mit der Sporthalle entstehe zudem ein Ort, der nicht allein dem Schulsport, sondern auch den Vereinen und der gesamten Ortsgemeinschaft zugutekomme.
Diesen doppelten Nutzen hob auch Bürgermeisterin Nadine Backes hervor. Eine moderne Schule und eine Dreifeld-Sporthalle steigerten die Attraktivität des Standorts und eröffneten neue Möglichkeiten für den Sport. Besonders freue sie, dass die Halle den örtlichen Vereinen offenstehe. So entstehe ein Ort, von dem Schule und Stadtgesellschaft gleichermaßen profitierten.
Bildungsministerin Streichert-Clivot verknüpfte das Projekt mit dem Ziel der Bildungsgerechtigkeit. Es gehe darum, Schulen gezielt dort zu stärken, wo die Herausforderungen größer seien. Jedes Kind solle Basiskompetenzen sicher erwerben und seinen eigenen Weg gehen können, unabhängig von seiner Herkunft. Dafür brauche es gute pädagogische Konzepte und Räume, in denen sich diese leben lassen.
Auch bautechnisch setzt das Vorhaben Akzente. Beide Gebäude entstehen in Hybridbauweise: erdberührte Teile und Technikräume massiv, alle übrigen Bauteile in Holzbauweise. Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit stehen im Vordergrund, der Schulneubau erhält einen Aufzug über alle vier Etagen. Begrünte Dächer, eine Photovoltaikanlage, eine Zisterne für Regenwasser sowie eine Pelletheizung mit Wärmepumpe ersetzen künftig die bisherige Gasheizung.
Wie es weitergeht, ist bereits absehbar. Am Schulneubau folgen nun die Arbeiten an Fassade, Dachabdichtung und den ersten Fensterelementen, während im Inneren der Sporthalle bereits gebaut wird. John dankte allen Beteiligten dafür, dass Zeit- und Kostenplan eingehalten werden können, und stellte die Übergabe der Gebäude an die Schule für den Sommer 2027 in Aussicht.



















