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Wenn diese Woche das neue Schuljahr begonnen hat, sollten alle Verkehrsteilnehmenden besonders aufmerksam sein. Tausende ABC-Schützen machen sich zum ersten Mal auf den Weg zur Schule und können kritische Situationen oft noch nicht richtig einschätzen. Umso wichtiger ist es, dass Eltern spätestens jetzt vor dem Einschulungstag den Schulweg mit dem Nachwuchs täglich üben.

„Den Schulweg zu Fuß zu meistern, trägt zur Selbständigkeit der Kinder bei und vermittelt ihnen das notwendige Risikobewusstsein im Straßenverkehr“, erklärt Dennis Plischke, Verkehrsexperte des ADAC Nordbaden e.V. Zudem sorge die Bewegung für eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht und fördere wichtige soziale Kompetenzen durch die Kommunikation mit anderen Kindern auf dem Schulweg.

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„Der kürzeste Weg ist dabei nicht immer der sicherste“, mahnt Plischke. Mit Hilfe des Schulwegeplanes der Schule können weniger stark befahrene Straßen und sichere Übergänge ermittelt werden. Breite Gehwege, sichere Ampeln oder Zebrastreifen, geringes Verkehrsaufkommen und möglichst keine Baustellen – das wäre optimal, so Plischke. Auf längeren Schulwegen könne ein markanter Punkt als Anlaufstelle für den Notfall festgelegt werden: Vielleicht findet sich in einer freundlichen Bäckerei oder Apotheke eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, an die oder den sich das Kind wenden kann, sollte es einmal in Not sein oder nicht weiter wissen und abgeholt werden müssen.

Tipps für das Schulwegtraining:

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  • Den Weg mehrfach gemeinsam abgelaufen.
  • Das Überqueren der Straße üben: Stehenbleiben, nach links, rechts, links schauen. Erst loslaufen, wenn sicher ist, dass nichts kommt, oder die Autos am Zebrastreifen angehalten haben. Bei Fußgängerampeln auf Grün warten – auch das muss geübt werden.
  • An Aus-/Einfahrten oder vor Radwegen achtsam sein.
  • Muss die Straße ohne sicheren Überweg überquert werden, sollte möglichst nicht zwischen stehenden Autos hindurchgegangen werden – lieber ein Stück davon entfernt, damit Autofahrer die ABC-Schützen schon von weitem sehen können.
  • Helle Kleidung mit Reflektoren oder eine Sicherheitsweste machen die Kinder für andere Verkehrsteilnehmer besser erkennbar.
  • Tabu ist es, das Smartphone unterwegs griffbereit zu haben. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC haben 21 Prozent der Grundschüler ein Handy auf dem Schulweg dabei. Die Gefahr der Ablenkung ist groß, daher sollte vereinbart werden, dass das Smartphone während des Weges unbedingt in der Tasche bleibt.
  • Nach einigen gemeinsamen Spaziergängen auf der Strecke sollten Kinder einmal allein mit gleichaltrigen Freunden oder Schulkameraden vorausgehen, die Eltern folgen mit Abstand.

Besser nicht mit dem Auto

Das morgendliche Verkehrschaos durch „Elterntaxis“ vor der Schule führt zu verstopften Straßen, riskanten Wendemanövern, sowie Halten in Verbotszonen, an Bushaltestellen oder in zweiter Reihe. Kinder, die mit dem Auto gebracht werden, geraten dann leicht in Gefahr durch das Aussteigen zur Straße hin oder das Überqueren der Straße hinter Fahrzeugen. „Wenn es nicht anders geht, sollten Eltern etwas weiter weg parken,“ rät Plischke. Beispielsweise an einer eingerichteten Elternhaltestelle, um dem Nachwuchs zumindest einen kurzen Schulweg zu Fuß und damit etwas Selbständigkeit ermöglichen.

Der ADAC steht als Berater für die Einrichtung solcher Elternhaltestellen zur Verfügung. Wie die ADAC Umfrage zur Schulwegsicherheit ergeben hat, werden bundesweit 23 Prozent der Grundschüler fast täglich mit dem Auto zur Schule gebracht, gleichzeitig bestätigen 59 Prozent der Eltern, dass durch Elterntaxis gefährliche Verkehrssituationen entstehen.

Für einen sicheren Schulweg zu sorgen, ist auch für die ADAC Stiftung eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Deshalb führt sie in diesem Jahr vom 1. bis 29. September die große Kampagne „Sicher zu Fuß zur Schule“ durch. Zentrales Ziel ist es, das verantwortungsbewusste Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden im Straßenverkehr zu schärfen – insbesondere im Umfeld von Schulen. Auf der Kampagnenwebsite www.verkehrshelden.com/schulstart finden sich daher seit dem 1. September zahlreiche Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge für die Zielgruppen Eltern und Kinder sowie Pädagoginnen und Pädagogen. Darüber hinaus verlost die ADAC Stiftung im Rahmen eines Gewinnspiels tolle Preise zum Schulanfang.

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