Wie lässt sich Lebensqualität finden, wenn die Medizin an ihre Grenzen stößt und Hoffnung zu schwinden scheint? Diese Frage steht im Zentrum der zwölften Hospiztage im Saarpfalz-Kreis. Prominenter Gast der Eröffnung ist der Schauspieler und Autor Samuel Koch, der von seinem eigenen Weg berichten wird.
Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich vom 6. September bis zum 2. Oktober. Organisiert wird sie vom Ökumenischen Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Saarpfalz gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativnetzwerk Saarpfalz, der Katholischen Erwachsenenbildung und weiteren Partnern. Im Mittelpunkt stehen die großen Themen des Lebens: Sterben, Trauer und Hoffnung.
Den Auftakt bildet eine Matinee am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr im Saalbau Homburg unter dem Titel „Das Leben geht weiter, als man denkt“. Landrat Frank John, Schirmherr der Reihe, begrüßt die Gäste gemeinsam mit Barbara Aßmann, Diözesan-Caritasdirektorin und erste Vorsitzende der Ökumenischen Hospizhilfe. Anschließend spricht Samuel Koch darüber, wie sich selbst unter schwierigsten Umständen neue Perspektiven eröffnen können. Wer möchte, kann im Anschluss Fragen stellen und sich an Ausstellungsständen über die Hospiz- und Trauerarbeit informieren.
Für Landrat John liegt in diesem offenen Umgang der eigentliche Wert der Reihe. „Es ist nicht immer einfach, sich mit den Themen Sterben und Tod auseinanderzusetzen. Doch sie betreffen uns früher oder später im Leben alle unmittelbar“, betont er. Gerade am Lebensende wünsche man sich für Angehörige wie für sich selbst eine behutsame, bedürfnisorientierte Begleitung. Genau das leisteten die vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte in der Hospizhilfe. Die Hospiztage, so John, trügen dieses gesellschaftlich wichtige Anliegen in die breite Bevölkerung.
Das Programm bleibt nicht bei der Eröffnung stehen. Am 9. September referiert Isabell Funk im Caritas-Zentrum St. Ingbert über Biographiearbeit. Am 15. und 16. September folgt dort ein Angebot zu Wickeln, Auflagen und Einreibungen. Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am 18. September den Film „Toni und Helene“. Ein ökumenischer Gottesdienst mit Chor findet am 25. September in St. Engelbert statt, tags darauf lädt Tanja Haupenthal zum Workshop „So nimm denn meine Hände … und geh (ein Stück) mit mir“ ein.
Zum Abschluss am 2. Oktober vermittelt ein Letzte-Hilfe-Kurs in der Pro Seniore Residenz Hohenburg in Homburg Grundlagen für die Begleitung schwerstkranker Menschen. Als Zusatztermin steht am 17. November das Homburger Frauenkabarett mit „Das volle Programm bitte“ in der Stadthalle St. Ingbert auf dem Plan; Karten gibt es im Weltladen St. Ingbert.
Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei, bei begrenzter Teilnehmerzahl ist jedoch eine Anmeldung nötig. Auskünfte erteilt der Hospizdienst Saarpfalz unter Tel. (06841) 97 286 13, weitere Informationen finden sich online unter www.saarpfalz-kreis.de in der Rubrik „Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz“.



















