In der Gemeinschaftsschule Gersheim

Der Saarpfalz-Kreis ist Schulträger von acht Gemeinschaftsschulen, vier Förderschulen, vier Gymnasien und zwei Berufsbildungszentren. Die Schulträgerschaft der insgesamt 18 Schulen stellt eine der zentralen Aufgaben der Kreisverwaltung dar: Durch Investitionen in die Schulen wird der Grundstein für die Bildung und Zukunft der Schüler im Saarpfalz-Kreis gelegt.

In diesem Zusammenhang fallen für den Kreis als Sachkostenträger eine Vielzahl von Verwaltungs- und Organisationsaufgaben an, die sich fortlaufend auf das gesamte Schuljahr verteilen und vom Fachbereich Schulverwaltung wahrgenommen werden. Die Schulverwaltung agiert hier nicht nur im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben, sondern fungiert als Schnittstelle zu verschiedenen Fachabteilungen innerhalb der Kreisverwaltung.

„Im Rahmen von ‚Landrat macht Schule‘ – das sind Termine, die ich sehr gerne wahrnehme und aus mehreren Gründen auch als notwendig erachte – erläutere ich den Schülerinnen und Schülern z.B. die Verantwortung des Kreises als Schulträger. Wir haben für dieses Jahr 25,3 Millionen Euro an Schulträgeraufwendung in den Haushalt eingestellt. Hinzu kommen weitere 10,2 Millionen Euro reine Investitionskosten in Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Das sind sicher notwendige, aber auch weitreichende Summen, die der Bildung der Kinder und Jugendlichen zu Gute kommen. Wir würden aufgrund des bestehenden Sanierungsstaus, gerne mehr in die Schulgebäude investieren, allerdings sind auch uns hier finanziell die Hände gebunden, die vergangene Niedrigzinsphase konnten wir leider nicht nutzen“, erläutert Landrat Dr. Theophil Gallo.

Eine Säule des Fachbereiches ist die Allgemeine Schulverwaltung. Die Mitarbeiter kümmern sich beispielsweise um die Organisation der Schülerbeförderung an Förderschulen, die Verpachtung von Schulmensen und Bistros, die Beantragung und Durchführung von Fördermitteln aus Zuschussprogrammen des Bundes und des Landes, die Mitarbeit bei der Haushaltsplanung im Rahmen von Bedarfsermittlung, Kostenschätzung und Reporting, die Kulturförderung im Rahmen von Zuschussgewährung. Sie bilden auch die Geschäftsstelle der Schulregionkonferenz und Schulregionselternvertretung.

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Vor Ort an den Schulen erfüllen die Sekretariatsfachkräfte und die Schulhausmeister wichtige Aufgaben. So unterstützen die Sekretariatsfachkräfte seit dem 4. März die Schulleitungen bei den Anmeldeverfahren zur Aufnahme der Schüler in die Klassenstufe 5 für das Schuljahr 2023/2024.

Weitere wichtige Themen in den kommenden Wochen sind die Instandsetzung der Turnhallenausstattung und Sportgeräte an allen Schulstandorten sowie die Vorbereitungen des gebundenen Ganztags für das kommende Schuljahr in enger Abstimmung mit den Schulleitungen der drei Gemeinschaftsschulen Robert-Bosch-Schule Homburg, Neue Sandrennbahn Homburg und Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach.

Ein weiteres Projekt, das bis Sommer fertiggestellt wird, ist der Schulerweiterungsbau an der Gemeinschaftsschule Gersheim. Die Planung und Ausführung dieser Baumaßnahme führt der Fachbereich Immobilienmanagement der Kreisverwaltung durch – die Schulverwaltung unterstützt das Projekt flankierend im Zuge der Klassenraumausstattung.

Aber auch andere Schulstandorte konnten durch verschiedene Investitionen, u. a. in die Fachraumausstattung in den Bereichen Naturwissenschaften oder Werken, in den vergangenen Jahren an Attraktivität gewinnen. Aktuell wird die Neugestaltung des Metall- und Holzwerkraumes an der Siebenpfeiffer-Schule Homburg geplant und zeitnah umgesetzt.

Die zweite Säule des Fachbereiches Schulverwaltung stellt der Bereich Schulbuch- und Medienausleihe im Fachbereich Schulverwaltung dar, welcher seit Beginn des Schuljahres 2009/10 für die Organisation und Abwicklung der entgeltlichen Schulbuchausleihe für jährlich rund 7000 teilnehmende Schüler verantwortlich ist. An den Schulen vor Ort kümmern sich die jeweils zuständigen Schulbuchkoordinatoren um die Ausleihe und fungieren als erste Ansprechpartner für die Anliegen der Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Durch die Landesweite Systematische Medienausleihe Saar, kurz LSMS, die an den weiterführenden Schulen zum laufenden Schuljahr 2022/23 eingeführt wurde, soll nun die klassische, analoge Schulbuchausleihe zur digitalen Schulbuch- und Medienausleihe weiterentwickelt werden.

Stellvertretend für das große Team der Schulverwaltung mit den Schulsekretariaten und der Schulbuchausleihe kamen Simone Schmidt, Tanja Riefer, Barbara Stoffel und Marion Jahrmatter (vorne v. l.) zusammen – hier mit Fachbereichsleiter Jürgen Holzer (l.), Landrat Dr. Theophil Gallo (Mitte) und Hans-Peter Engel, Geschäftsbereichsleiter Finanzen, Immobilien und Schulverwaltung (r.).- Foto: Sandra Brettar

Im Zuge dessen erfolgte eine flächendeckende Ausstattung von Lehrkräften und Schülern mit mobilen Endgeräten. Neben den gedruckten Schulbüchern wird den Schülern auch Bildungssoftware, die das selbstständige Lernen unterstützt, durch das Ministerium für Bildung und Kultur auf das jeweilige Endgerät aufgespielt. Aktuell bereitet der Bereich Schulbuch- und Medienausleihe die Ausleihe der analogen und digitalen Schulbuchwerke für das kommende Schuljahr 2023/24 vor. Grundlage dafür ist die Erstellung der Bücherliste durch die Schule, aus der mit Hilfe der Schulbuchverwaltungs-Software ein schulspezifisches Leihentgelt errechnet wird. Sobald dieses vom Ministerium für Bildung und Kultur genehmigt worden ist, werden im April in der Schule die Anmelde- und Zahlunterlagen an die Schüler verteilt und auf Basis der Teilnehmerzahlen im Mai die benötigten Medien im Buchhandel bestellt. Die bestellten Bücher und Arbeitshefte werden dann zu Beginn der Sommerferien direkt an die Schulen geliefert und dort zusammen mit den zum Schuljahresende zurückgenommen Büchern in die Schulbuchpakete für die Schüler gepackt.

Die Teilnahme an der Schulbuchausleihe ist freiwillig und wird in jedem Schuljahr von etwa 95 Prozent der Schülerschaft genutzt. Für die Ausleihe der analogen und nun auch digitalen Bücher und Arbeitshefte fällt im Vergleich zum Kauf auf eigene Kosten ein geringeres Leihentgelt an, wodurch Familien finanziell deutlich entlastet werden. Die Ausleihe des Tablets ist kostenfrei. Für Rückfragen rund ums Schulbuch stehen die Schulbuchkoordinatoren gerne zur Verfügung. Der Bereich Schulbuch- und Medienausleihe ist unter der Telefonnummer (06841) 104-7188 erreichbar.

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