Foto: FC 08 Homburg
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Zwei Vereine, eine Stadt, ein Abend. Während der FC 08 Homburg heute seiner Favoritenrolle gerecht werden will, steht der Stadtteilklub FSV Jägersburg vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe. Beide Halbfinals im Saarlandpokal beginnen um 19 Uhr – und gemeinsam eröffnen sie die Möglichkeit für ein Szenario, das es so noch nicht gegeben hat: ein Endspiel mit zwei Teams aus Homburg.

Der Blick richtet sich zunächst nach Köllerbach. Dort trifft der FCH auf die Sportfreunde Köllerbach und geht als klarer Favorit in die Partie. Die bisherigen Ergebnisse im Wettbewerb sprechen eine deutliche Sprache: 7:1 gegen Auersmacher, 8:1 gegen Ballweiler-Wecklingen, 4:0 gegen Geislautern. Auch die direkten Duelle der vergangenen Jahre verliefen zugunsten der Grün-Weißen – zuletzt das Viertelfinale 2023/24 mit einem 3:0 in Köllerbach, davor das Halbfinale 2015/16, das im Pokalsieg mündete. Nach dem 1:1 gegen Fulda geht es für Homburg nun darum, wieder Stabilität in die eigene Leistung zu bringen und die Aufgabe im Pokal konzentriert anzugehen.

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Köllerbach bewegt sich aktuell im Mittelfeld der Schröder-Liga Saar und zeigte zuletzt ein wechselhaftes Bild: Auf einen beachtlichen 3:2-Heimsieg gegen Tabellenführer Elversberg II folgte eine deutliche 2:9-Niederlage am vergangenen Wochenende. Für den Gastgeber wird es vor allem darum gehen, defensiv kompakt zu stehen und möglichst lange im Spiel zu bleiben. Beim FCH gibt es derweil weiterhin personelle Einschränkungen – neben Langzeitverletzten fehlen auch Nico Jörg und Justin Petermann, hinter dem Einsatz von Steffen Nkansah steht noch ein Fragezeichen. Unabhängig davon ist die Zielsetzung klar: der Einzug ins Finale.

Parallel dazu spielt sich nur wenige Kilometer entfernt das zweite Halbfinale ab. Im Alois-Omlor-Sportpark empfängt Jägersburg den 1. FC Saarbrücken – und geht dabei als klarer Außenseiter in die Partie. Saarbrücken reist mit Rückenwind an: Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Rot-Weiß Essen ist der Klassenerhalt in der 3. Liga praktisch gesichert, der Fokus kann nun stärker auf den Pokal und die erneute DFB-Pokal-Qualifikation gelegt werden. Angesichts der Belastung ist mit personellen Veränderungen in der Startelf zu rechnen.

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Jägersburg bringt eine andere Ausgangslage mit. Nach einer schwierigen Phase zu Jahresbeginn hat die Mannschaft die Kurve bekommen und zuletzt wieder Ergebnisse eingefahren. Der Einzug ins Halbfinale ist bereits ein Erfolg; im eigenen Stadion, vor über 1.000 erwarteten Zuschauern, will das Team dennoch dagegenhalten und das Spiel möglichst lange offen gestalten. Die bisherige Pokalhistorie beider Klubs spricht klar für Saarbrücken – 2012, 2018, 2021 und zuletzt im Halbfinale vor zwei Jahren behielt der Drittligist stets die Oberhand. Eine minimale Chance aber gibt es, denn schließlich hat der Pokal bekanntermaßen seine eigenen Gesetze.

Gerade diese Konstellation macht den Abend aus Homburger Sicht besonders. Auf der einen Seite der Favorit aus der Kreisstadt, der seiner Rolle gerecht werden will. Auf der anderen Seite ein Außenseiter aus dem eigenen Stadtteil, der auf seine Chance hofft. Sollte Homburg die erwartete Aufgabe lösen – und Jägersburg gleichzeitig für die Überraschung sorgen – würde es zu einem Finale kommen, das es im Saarlandpokal bislang noch nie gegeben hat: Homburg gegen Jägersburg. Noch ist das ein Szenario. Aber eines, das diesem Pokalabend eine zusätzliche Spannung gibt – über die einzelnen Spiele hinaus.

Infos zu den Spielen
Sparkassen-Pokal Saar, Halbfinale Mittwoch, 29. April 2026

SF Köllerbach – FC 08 Homburg
Anstoß: 19:00 Uhr
Stadion an der Burg, Köllerbach S
chiedsrichter: Lukas Jungfleisch

FSV Jägersburg – 1. FC Saarbrücken
Anstoß: 19:00 Uhr
Alois-Omlor-Sportpark, Jägersburg
Schiedsrichter: Maximilian Schommer

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