Nach Jahren des Leerstands kehrt am Glashütter Weiher in Rohrbach wieder Leben ein: Zum 1. Mai 2026 öffnet die Fischerhütte unter neuer Regie ihre Türen. Pächter Matthias Klimars, gelernter Koch mit Leidenschaft für die Gastronomie, hat das in die Jahre gekommene Holzgebäude in den vergangenen Wochen grundlegend hergerichtet – und will den beliebten Treffpunkt im St. Ingberter Naherholungsgebiet zu einem Anlaufpunkt für Spaziergänger, Familien und alle machen, die es an den Weiher zieht.
Die Renovierung war alles andere als ein kosmetischer Eingriff. Gemeinsam mit der Stadt St. Ingbert wurden Elektroinstallation und Heizungsanlage komplett erneuert, der Innenraum entrümpelt und das Dach durch die Firma Jakobs aus Rentrisch saniert. Darüber hinaus steckte Klimars zusammen mit Unterstützern erhebliche Eigenleistung in die Neugestaltung: Mobiliar und Küche wurden ausgetauscht, die Sitzbereiche draußen aufgearbeitet. Wer in den vergangenen Wochen am Weiher spazieren ging, konnte den Fortschritt der Arbeiten mit eigenen Augen verfolgen.
„Als gelernter Koch und mit Liebe zur Gastronomie möchte ich die Fischerhütte wieder zum Leben erwecken“, sagt Klimars. Sein Konzept setzt bewusst auf unkomplizierte Küche: Rost- und Currywurst, Pommes frites, kleine Snacks und Eis am Stiel stehen auf der Karte, dazu ein breites Getränkeangebot. Besonders wichtig sei ihm die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und Brauereien, betont der neue Pächter.
Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer, Ortsvorsteher Martin Biedermann und Wirtschaftsförderin Martina Quirin ließen es sich nicht nehmen, Klimars persönlich an seiner Hütte zu begrüßen – mit einem Präsentkorb als Willkommensgruß im Gepäck. „Ich finde es sehr schön, dass die Fischerhütte wieder mit Leben erfüllt wird und kann mir gut vorstellen, dass man sich hier gerne in geselliger Runde trifft. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen und Ihrem Team zum Start viel Erfolg und Freude“, sagte Meyer bei dem Besuch.
Zum Start gelten zunächst eingeschränkte Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag jeweils von 15 bis 20 Uhr, Samstag von 14 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 20 Uhr. Je nach Nachfrage soll das Angebot perspektivisch ausgeweitet werden.
Der Glashütter Weiher selbst ist ein Stück Rohrbacher Geschichte. Ende der 1960er Jahre durch die Aufstauung des Kleberbachs künstlich angelegt und 1969 fertiggestellt, halfen beim Bau sogar US-Armee und Bundeswehr mit schwerem Gerät. Seinen Namen verdankt das Gewässer allerdings einer deutlich älteren Nutzung: Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts stand im Bereich des heutigen Glashütter Hofs eine Glashütte, die zwischen 1747 und 1754 vor allem Gebrauchsglas produzierte. Obwohl der Betrieb nur wenige Jahre währte, hat sich die historische Bezeichnung bis heute gehalten und prägt die Identität des gesamten Gebiets. Dass an diesem geschichtsträchtigen Ort nun wieder Gäste bewirtet werden, dürfte nicht nur Spaziergänger freuen.


















