Wirtschafts- und Arbeitsministerin Anke Rehlinger setzt sich auf Bundesebene für die Verabschiedung eines Gesetzes zur Modernisierung und Stärkung der dualen beruflichen Bildung in Deutschland ein. Konkret geht es dabei um eine Mindestvergütung für Auszubildende. Am heutigen Freitag nahm der Bundesrat Stellung zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung.

Rehlinger: „Unser duales Ausbildungssystem ist international hoch angesehen und etwas, worum uns andere Länder beneiden.“ Allerdings stehe die duale Bildung derzeit vor großen Herausforderungen. Durch zunehmende Akademisierung und die demografische Entwicklung seien zu viele Ausbildungsplätze unbesetzt. „Qualifizierter Nachwuchs ist der Schlüssel für Unternehmen, die langfristig Erfolg haben wollen. Das muss sich auch in der Vergütung niederschlagen.“

Von 2020 bis 2023 soll die Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr schrittweise von 515 Euro auf 620 Euro ansteigen und ab 2024 an die durchschnittliche Entwicklung aller vertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütungen angepasst werden. Des Weiteren sieht der Gesetzesentwurf der Bundesregierung vor, dass die Mindestvergütung mit fortschreitender Berufsbildung angehoben wird: So sollen Auszubildende im zweiten Jahr 18 Prozent, im dritten Jahr 35 Prozent und im vierten Jahr 40 Prozent mehr verdienen als im ersten Ausbildungsjahr.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber das ist kein Blankoscheck für Dumping. Deshalb sorgen wir gesetzlich für eine vernünftige Bezahlung, die ein selbstständiges Leben junger Leute am Anfang des Berufslebens sichert.“

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