Kein anderes Bundesland kann einen so starken Anstieg neuer Auszubildender verzeichnen wie das Saarland. Rund 7.000 Saarländerinnen und Saarländer starten zu Beginn des neuen Jahrgangs ihre Ausbildung – eine Steigerung von 2,3 Prozent neu abgeschlossener Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr.

Damit liegt das Saarland laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) auf Platz eins im Länderranking. Dahinter folgen mit großem Abstand Hamburg (0,7 Prozent Steigerung), Hessen (0,4 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (0,2 Prozent). Alle übrigen Bundesländer verzeichneten einen Rückgang der Auszubildendenzahlen. 

„Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Instrumente zur Stärkung der Ausbildung greifen“, so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. „Mit dem Programm ‚Ausbildung Jetzt‘ bieten wir beispielsweise besondere Unterstützung für förderungsbedürftige Jugendliche. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen wir mit dem Programm ‚Anschluss Direkt‘. So werden Ausbildungschancen für Schulabgänger deutlich verbessert und Betriebe bei ihrer Ausbildungsleistung begleitet.“

Die Ministerin sieht die positiven Zahlen aber auch als Ansporn, noch intensiver für die Ausbildung zu werben. Besonderen Fokus habe man dabei zuletzt auf die Branchen Handwerk und Gastronomie gelegt. „Hier ist der Fachkräftemangel sehr deutlich zu spüren. Dabei ist eine Ausbildung auch in diesen beiden Bereichen eine vielversprechende Karrieremöglichkeit gegenüber dem Studium – mit tollen Aufstiegschancen und lohnenden Zukunftsaussichten – egal ob mit Abitur oder ohne.“

Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) konnte nach Rückgängen in den Vorjahren eine Trendwende erreichen und die Zahl der Ausbildungsverträge um 5,7 Prozent steigern. Auch in Hamburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen hatte das Handwerk positive Gesamtergebnisse, allerdings nicht im gleichen Umfang wie im Saarland. Bundesweit gab es im Bereich der handwerklichen Berufe einen Rückgang der Ausbildungsverträge um 1,7 Prozent.

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