Foto: MIBS/F. Färber
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Mehr als 4,7 Millionen Euro hat das Saarland mittlerweile in das Nationalpark-Tor Keltenpark in Otzenhausen fließen lassen. Mit einer weiteren Tranche von 541.778 Euro setzt das Land nun ein deutliches Zeichen für die touristische Entwicklung der Nationalparkregion. Staatssekretär Torsten Lang vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport übergab die beiden Bedarfszuweisungen bereits am 21. Mai vor Ort an Vertreter der Gemeinde Nonnweiler und des Landkreises St. Wendel.

Für Lang ist das Besucherzentrum weit mehr als ein architektonischer Blickfang am Rand des Hunsrücks. „Der Keltenpark ist ein herausragendes Projekt mit großer Bedeutung für die gesamte Region“, betonte der Staatssekretär bei der Übergabe. Mit dem Neubau sei ein moderner Ort der Begegnung und Information entstanden, der den Nationalpark erlebbar mache und die touristische Entwicklung nachhaltig stärke. Genau deshalb habe das Land ein umfangreiches Förderpaket geschnürt.

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Die Dimensionen der Investition werden erst beim Blick auf die Gesamtkalkulation greifbar. Rund 10,4 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt gekostet. Bereits in den Vorjahren war das Vorhaben über das EFRE-Programm „Operationelles Programm EFRE-Saarland 2014-2020“ mit rund 8,6 Millionen Euro bezuschusst worden – zusammengesetzt aus EU-Mitteln, einer Landeskofinanzierung sowie Geldern aus dem Sondervermögen Zukunftsinitiative. Den verbleibenden kommunalen Anteil von etwa 1,08 Millionen Euro stemmten Landkreis und Gemeinde zu gleichen Teilen.

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Neben der baulichen Hülle wurde auch das Innenleben gefördert: Das Umweltministerium steuerte 260.000 Euro für die Dauerausstellung „Natürlich, mit Geschichte!“ bei, die sich auf 300 Quadratmetern entfaltet. Umweltstaatssekretär Sebastian Thul beschreibt das Konzept als Zeitreise. „Hier kann man sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, kulturhistorische Relikte aus der Zeit der Kelten und Römer bis in die jüngste Geschichte bestaunen und an Mitmachstationen spielerisch erfahren, wie wir heute von dem Wald profitieren“, so Thul. Unterstützt wurde die Ausstellung zudem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie dem Zweckverband Nationalpark-Tor Keltenpark.

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Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas rückt die länderübergreifende Symbolkraft in den Vordergrund. Wer den Nationalpark Hunsrück-Hochwald vom Saarland aus betrete, treffe mit dem Keltenpark auf einen Ort, „der Naturerlebnis, Bildung und regionale Identität miteinander verbindet“. Das markante Gebäude stehe sinnbildlich für die enge Kooperation über Ländergrenzen hinweg – schließlich war der 2015 eröffnete Nationalpark der erste in Deutschland, der von Beginn an grenzüberschreitend zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland eingerichtet wurde.

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Vor Ort wird die Investition als Aufwertung der gesamten Region gelesen. „Das Nationalpark-Tor Keltenpark ist ein bedeutender Meilenstein für die Gemeinde Nonnweiler und die gesamte Region“, erklärt Bürgermeister Franz Josef Barth. Es stärke die Position der Kommune als attraktives Eingangstor zum Nationalpark und schaffe Mehrwert für Gäste wie Einheimische. Martina Weiand, Beigeordnete des Landkreises St. Wendel, zählt das Projekt zu den „kulturellen und touristischen Leuchttürmen“ der Gegend, weil es Natur, Kultur und Menschen gleichermaßen in den Mittelpunkt rücke.

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Das Besucherzentrum vereint unter seiner charakteristischen Kreuzform die Nationalparkverwaltung, einen Shop, Betriebsräume, die Dauerausstellung, Veranstaltungsräume und ein gastronomisches Angebot. Damit komplettiert es nördlich von Otzenhausen den dritten Kernbereich des Areals neben der bestehenden Arena und dem seit 2011 betriebenen Keltendorf. Die offizielle Einweihung des Neubaus erfolgte Anfang November 2023, die Dauerausstellung öffnete passend zum Saisonstart im April 2024. Träger und Betreiber ist der Zweckverband Nationalpark-Tor Keltenpark, in dem Landkreis, Gemeinde und Saarland gemeinsam agieren.

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