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Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion Petra Bergfordert ein Umdenken in der Gesellschaft angesichts der Ergebnisse der Studie, nach der ein Fünftel aller deutschen Eltern sich nicht noch einmal für ein Kind entscheiden würden.
Petra Berg - Parlamentarische Geschäftsführerin SPD-Landtagsfraktion
Petra Berg – Parlamentarische Geschäftsführerin SPD-Landtagsfraktion
„Als einer der Hauptgründe sahen Eltern die Probleme bei der Karriere. In vielen Unternehmen hat bereits ein Umdenken stattgefunden, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeht. Sie zeigen sich mit flexiblen Arbeitszeit-Modellen oder Betriebskindergärten familienfreundlich. Möchten Frauen in ihrem Job aber mehr erreichen, etwa in Führungspositionen gelangen, ist dies trotz familienfreundlicher Maßnahmen sehr schwierig“, sagt Berg. „Auch trotz der auf Initiative der SPD eingeführten Frauenquote in Führungspositionen besteht immer noch Nachholbedarf.“
„Viele Unternehmen denken, Führungspositionen und Teilzeitverträge lassen sich nicht vereinbaren. Nur wenige Unternehmen bieten nach der Babypause wieder einen einfachen Einstieg oder Möglichkeiten zur Fortbildung. Das schreckt junge Mütter häufig ab. Sie entscheiden sich für die Familie oder schieben die Familienplanung auf, bis ihre berufliche Position gesichert ist“, erklärt Berg. „Hier muss ein Umdenken in der Gesellschaft und in den Unternehmen stattfinden! Wir müssen endlich anerkennen, dass Familienarbeit eine, für die Existenz unserer Gesellschaft wichtige und aufwändige Arbeit ist, die Erwerbsarbeit nicht ausschließt. Statt zu entmutigen, müssen Unternehmen ermutigen, eine Familie aufzubauen und zeigen, dass Karriere und Familie sich nicht ausschließen. Führungspositionen und flexible Arbeitszeitmodelle ebenfalls nicht. Unternehmen sollten den Schritt wagen und ihre Familienfreundlichkeit in diesen Bereich ausweiten. Das kommt auch den Unternehmen zu Gute, denn die Mitarbeiter sind produktiver, die Einsatzbereitschaft höher und die Fehlzeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geringer. Unternehmen profitieren von motivierten Vätern und Müttern, die ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen.“
Petra Berg weist auch auf den Zusammenhang zwischen Frauenerwerbsbeteiligung und Kinderarmut hin: „Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirkt Kinderarmut entgegen. Frauen müssen am Erwerbsleben in höherem Maße und zu besseren Arbeitsbedingungen beteiligt werden. Dazu gehört auch, ihnen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen, auch wenn sie gleichzeitig für ihre Familie da sein wollen oder alleinerziehend sind! Damit werden auch Kindern bessere Chancen für die Zukunft ermöglicht.“

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