Im Zuge der Modernisierung und Harmonisierung der länderübergreifenden Informationssysteme stellte Landespolizeipräsident Norbert Rupp gestern Vormittag (14.10.2019) die im LPP neu eingerichtete Dienststelle „Informationswesen der Polizei des Saarlandes“ – kurz IP-SL – vor. Der Impuls die Informationssysteme der Polizeien zu vereinheitlichen ging aus der Herbstkonferenz der Innenminister des Bundes und der Länder 2016 unter dem Vorsitz von Innenminister Bouillon (Saarbrücker Agenda) hervor. 

Neue Technologien und Kommunikationsmedien wie Smartphones, Soziale Medien, Drohnen oder Streamingdienste haben das alltägliche Leben verändert und werden es weiter verändern. Es ist alternativlos, dass auch die Polizei dem technischen Wandel folgt und ihre Arbeitsweisen und „in die Jahre gekommenen“ Informationssysteme modernisiert. Dies ist zwingende Voraussetzung, dass die Polizei zukünftig ihre Aufgaben schneller und effizienter erledigen kann.

Durch die Schaffung von IP-SL und die bereits in Einführung befindliche technischen Neuerungen sollen

Ø  die Verfügbarkeit polizeilicher Informationen im Land und bundesweit verbessert

Ø  der Datenschutz im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gestärkt

Ø  einfache, anwenderfreundliche und zukunftsfähige IT-Systeme geschaffen und

Ø  Kosten, mithilfe gemeinsamer, länderübergreifender Systementwicklungen eingespart

werden.

In Zukunft werden Polizeibeamtinnen und –beamten jederzeit und überall auf die Informationen zugreifen können, die zur Aufgabenerfüllung erforderlich sind, sowohl von der Dienststelle als auch „mobil“ im Einsatz.

Erste Schritte in Richtung Zukunft sind unternommen. Der Probebetrieb „Mobility“ ist gestartet. Einsatzkräfte wurden, im Rahmen eines Pilotprojektes, mit Smartphones ausgestattet, über die sie mit Hilfe einer App Verkehrsunfälle, Strafanzeigen und sonstige Vorgänge mobil vor Ort aufnehmen können. Dokumente wie Personalausweise und Führerscheine können direkt am Einsatzort gescannt und in das polizeiliche Vorgangsbearbeitungssystem übertragen werden. Daneben wird „poMMes“, ein polizeilicher Messenger à la WhatsApp, getestet. Und dabei soll es nicht bleiben. Zukünftig soll via Smartphone auf die polizeilichen Informationssysteme wie bspw. Fahndungsdatenbanken zugegriffen werden können. Daneben soll es möglich sein, Fingerabdrücke mittels Smartphone direkt vor Ort zu überprüfen.

Die Erfahrungen der am Testbetrieb beteiligten Polizistinnen und Polizisten werden ausgewertet und fließen in die weiteren Entwicklungsprozesse ein. Dies führt bereits im Anfangsstadium zur Erreichung einer größtmöglichen Akzeptanz bei den Anwenderinnen und Anwendern. Die Einführung dieser Mobility-Lösungen wird, nachdem sich das Handling eingespielt hat, sicherlich zu Zeitersparnissen und Bearbeitungserleichterungen führen. Polizeiarbeit wird effektiver und moderner werden.

 

 

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