Am 24. Januar werden bei der Abschlussveranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin die Preisträger des 26. Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet. Darunter wird auch Oberesch sein. Das kleine Dorf an der Grenze zu Frankreich hat im Bundesfinale Silber geholt. Das generationenübergreifende Engagement der Oberescher  war der Bundesjury auch noch einen Sonderpreis für „Zusammenhalt für die Dorfentwicklung“ wert. 

In der Vergangenheit haben bereits eine ganze Reihe saarländischer Dörfer auf Bundesebene überzeugt. Allerdings: Trotz erfolgreicher Bilanz ist der Wettbewerb im Saarland längst kein Selbstläufer mehr. Von Jahr zu Jahr sinkt die Bereitschaft der Bürger mitzumachen.  36 Dörfer hatten sich diesmal im Vorfeld beworben, 10 weniger als beim Wettbewerb davor. Im Landkreis Neunkirchen und im Stadtverband Saarbrücken kam wegen zu geringer Anmeldezahlen keine Beteiligung zustande.

Dabei gibt es genug Gründe zum Mitmachen: „Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat in den vergangenen Jahrzehnten für einen enormen Zuwachs an Lebensqualität im ländlichen Raum gesorgt. Er ist zu einem wichtigen Motor der ländlichen Entwicklung geworden und zeigt uns immer wieder aufs Neue, was engagierte Menschen in ihrem Dorf bewegen können“, sagt der für den ländlichen Raum zuständige Minister Reinhold Jost.

Der Umweltminister und Ortsvorsteher aus Überzeugung möchte wieder mehr Teilnehmer gewinnen und setzt dafür neue Anreize: Vorbehaltlich der parlamentarischen Zustimmung zum Haushaltsplan beabsichtigt das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, die Sieger des Landeswettbewerbs 2021 mit höheren Preisgeldern als in den vergangenen Jahren zu würdigen. Vorgesehen sind:

1.            Preis (Gold):  4.000 € (vorher: 2.500 €)
2.            Preis (Silber):  1.500 € (vorher: kein Geldpreis )
3.            Preis (Bronze):  500 € (vorher: kein Geldpreis)

  • Zusätzlich wird auch wieder der Sonderpreis des Ministers, dotiert mit 2500 Euro, vergeben – diesmal zum Thema „Nachhaltige Dorfentwicklung“. Während beim eigentlichen Dorfwettbewerb die Gesamtbewertung der Jury über alle Bewertungsbereiche maßgebend ist, ist der Sonderpreis unabhängig hiervon ausschließlich projektbezogen ausgerichtet.
  • Alle Dörfer, die sich am Dorfwettbewerb aktiv beteiligen, können über ihre jeweilige Kommune im Rahmen der Richtlinie zur Förderung und Erhaltung dörflichen Lebens und bürgerschaftlichen Engagements im ländlichen Raum des Saarlandes  eine Zuwendung für die im Zusammenhang mit dem Wettbewerb entstehenden Ausgaben beantragen (z. B. für Dorfcoaching, Beteiligungs-/Moderationsprozesse, Konzept-/ Broschürenerstellung).
  • Nach der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland und dem neuen Sonderrahmenplan ländliche Entwicklung können die Fördersätze um jeweils 10 Prozentpunkte erhöht werden für Vorhaben, die aus der Teilnahme des Dorfes an einem der letzten beiden Dorfwettbewerbe resultieren.

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