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Saarland | FDP Saar fordert mehr Schulautonomie und Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 – DIE LINKE: „Ganz offensichtlich gibt es bei Schülern und Eltern den Wunsch nach Verbesserungen“

Symbolbild

Die FDP Saar kritisiert die Haltung der CDU zur Abschaffung des achtjährigen Abiturs G8 und fordert mehr Autonomie für die Schulen, um eine echte Wahlfreiheit für Schüler und Eltern zu bieten. Dazu die bildungspolitische Sprecherin der FDP Saar Kirsten Cortez:

„Die Blockadehaltung der CDU beim Thema G9 ist kontraproduktiv. Immer mehr Länder entscheiden sich, diesen Weg wieder zu verlassen, nur die CDU Saar bleibt stur. Das Saarland darf hier am Ende keine Insellösung zu Ungunsten der Schüler und Eltern haben. Die Schulen müssen sich unserer Meinung nach selbst entscheiden können, welches Modell sie anbieten. Nur so haben Eltern und Schüler die Möglichkeit, sich für den Weg zu entscheiden, der für sie am besten ist. Aus unserer Sicht kann diese Entscheidung niemand besser treffen als die Betroffenen selbst“.

Nachdem knapp 19 000 Menschen die Internet-Petition für ein Abitur nach neun Jahren an Gymnasien auch im Saarland unterschrieben haben, fordert DIE LINKE im Saarländischen Landtag eine klare Positionierung der Landesregierung. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol erklärt: 

„Die SPD zeigt sich offen für eine Diskussion über die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, der Koalitionspartner CDU dagegen will nichts verändern. Diese ständigen Streitereien in der Regierung zu wichtigen Bildungsthemen sind wirklich unerträglich. Ganz offensichtlich gibt es bei Schülern und Eltern den Wunsch nach Verbesserungen und nach einem Ausweg aus G8, das darf nicht einfach so übergangen oder in einer sogenannten ‚Expertenkommission‘ ausgesessen werden. 

Wir haben das Thema auch auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses gesetzt, weil wir schon einmal wissen wollen, was diese Kommission eigentlich bisher diskutiert und auf den Weg gebracht hat. Ein wichtiges  bildungspolitisches Thema wie die Möglichkeit eines Abiturs nach neun Jahren am Gymnasium, darf nicht einfach gegen den Willen von Schülern und Eltern und entgegen der Entwicklung in anderen Bundesländern weggedrückt werden. 

Das Saarland sollte dem Beispiel der anderen westlichen Flächenländer folgen, zumindest die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 an Gymnasien zu schaffen, so wie es auch die SPD vor der Landtagswahl versprochen hat („Wir werden für Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 auch an den Gymnasien sorgen“), statt eine einsame Insel des Schulstresses und des Leistungsdrucks zu sein!“

 

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