Ein kleines Gerät an der Zimmerdecke kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Doch darauf verlassen kann man sich nicht bei jedem Modell, wie ein aktueller Test des ADAC zeigt. Von zwölf geprüften Rauchwarnmeldern warnten elf zuverlässig vor Rauch – ein Gerät jedoch versagte bei einer zentralen Brandprüfung und landete mit der Note 5,0 auf dem letzten Platz.
Betroffen ist der Pyrexx XSD100 V3-Q. Beim sogenannten Prüfbrand TF2, der nach DIN EN 14604 einen langsam entstehenden Schwelbrand von Holz nachstellt, gab das Modell keine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab. Bei dieser Art von Feuer zersetzt sich das Material durch Hitze und erzeugt Rauch, ohne dass offene Flammen lodern. Gerade solche unbemerkten Schwelbrände gelten als besonders gefährlich.
Besonders deutlich fiel das Ergebnis aus, weil keines der sechs im Beisein eines unabhängigen Sachverständigen getesteten Exemplare bestand. Bei einem offenen Flüssigkeitsbrand hingegen löste das Gerät zuverlässig aus. Der Hersteller verkauft das Modell nach eigenen Angaben seit April 2026 nicht mehr. Der ADAC informiert dennoch über das Ergebnis, weil bereits verkaufte Melder weiterhin in zahlreichen Haushalten im Einsatz sind.
An der Spitze des Tests steht der FireAngel FA6120-INT mit der Note 1,7. Für rund 16 Euro überzeugt er mit einer verlässlichen Warnfunktion, hoher Robustheit gegen Fehlalarme und gut hörbaren Signaltönen. Einziger Wermutstropfen: Eine im Betrieb blinkende LED könnte im Schlafzimmer als störend empfunden werden. Dass solider Schutz nicht teuer sein muss, beweist der Logilink SC0016. Mit knapp 9 Euro das günstigste Gerät im Test, erreichte er dennoch die Gesamtnote 2,3. Insgesamt schnitten zehn der zwölf Melder mit „gut“ ab, ein weiteres mit „befriedigend“.
Für den Kauf gibt der Automobilclub klare Empfehlungen. Verbraucher sollten nicht allein auf den Preis schauen, sondern vor allem auf eine zuverlässige Warnfunktion, verständliche Anleitungen und eine gut erreichbare Testtaste achten. Wichtig sei zudem die korrekte Montage nach Herstellerangaben – nicht jeder Melder ist etwa für die Wandmontage freigegeben.
Mindestens einmal im Jahr sollten die Geräte auf ihre Funktion geprüft und die Tests protokolliert werden. Ein Detail aus den Versuchen mahnt zur Vorsicht: Stürzt ein Rauchwarnmelder zu Boden, kann die verbaute Technik beschädigt werden, sodass im Brandfall unter Umständen keine ausreichende Warnung mehr erfolgt. Der ADAC rät deshalb, solche Geräte vorsorglich auszutauschen.
Geprüft wurden ausschließlich batteriebetriebene Modelle mit einer angegebenen Batterielebensdauer von mindestens zehn Jahren. Alle Geräte stammen aus dem Einstiegssegment zwischen 9 und 30 Euro und verzichten auf Vernetzung oder App-Anbindung. In die Bewertung flossen die Zuverlässigkeit der Warnung mit 50 Prozent, die Handhabung mit 20 Prozent sowie die Robustheit gegen Fehlalarme und die Lautstärke mit jeweils 15 Prozent ein. Neben praktischen Versuchen fanden umfangreiche Funktionsprüfungen im zugelassenen Testlabor KRIWAN Testzentrum statt.
















