„Mit der Initiative des ‚Pflegepaktes Saarland‘, den wir gemeinsam mit dem Landespflegerat auf den Weg gebracht haben, haben wir 2016 einen wichtigen Grundstein für eine bis heute sehr erfolgreiche Arbeit für die Pflege und insbesondere für die Pflegekräfte gelegt“, sagte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann am heutigen Donnerstag bei der Sitzung des Pflegepaktes in Saarbrücken.

Ziel des saarländischen Pflegepaktes zum Start vor gut drei Jahren war, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern und die anstehende Novellierung der Gesundheits- und Pflegeberufe als Chance für eine Weiterentwicklung der Pflege im Saarland zu nutzen und die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen an das neue Pflegeberufebild anzupassen. „Mittlerweile beteiligen sich 31 Partner am Pflegepakt Saarland. Damit ist dieser Prozess auf eine breite Basis gestellt,“ betonte Ministerin Bachmann. Im Saarland wir die Pflege wertgeschätzt und alles unternommen, Pflege besser zu machen.

„Trotz aller Maßnahmen und vielfältiger Anstrengungen aller Beteiligten brauchen wir immer noch mehr Pflegekräfte und dies in einer Zeit, in der das Berufsbild der Pflege auf vollkommen neue Füße gestellt wird. Nutzen wir diese Chance“, so die Ministerin. Im Mittelpunkt der Ausbildung der Pflegekräfte wird ab dem kommenden Jahr die Generalistik stehen. Sie führt die Anforderungen der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege zusammen.

„Wir brauchen Hauptschüler ebenso in der Pflegeausbildung wie Abiturienten. Daher wollen wir zukünftig auch auf die Pflegeassistenz setzen“, erklärte sie. Mit dem Curriculum für die Pflegeassistenz auf Grundlage der im Wesentlichen im Pflegepakt und seinen Arbeitsgruppen erarbeiteten Eckpunkte soll dem Parlament Anfang 2020 eine fundierte Grundlage zur gesetzlichen Entscheidung vorgelegt werden.

Gemeinsam wollen die Partner im Pflegepakt auch zukünftig die Werbetrommel für eine Ausbildung in der Pflege rühren. Mit Großflächenplakaten, einem Kinospot und einem Fotowettbewerb, bei dem junge Pflegekräfte angesprochen sind, soll Schülerinnen und Schülern eine Ausbildung in der Pflege attraktiv gemacht werden. Derzeit sind mehr als 3.500 Jugendliche in der Pflegeausbildung. Das ist ein neuer Rekord, so Kolling. Es gelte, Jugendliche auch für die neue Ausbildung zu gewinnen. Daher wird es im März wieder einen großen „Tag der Pflege“ geben.

„Wir haben im Pflegepakt zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie zum Gesundheitsmanagement in Pflege und Gesundheitseinrichtungen getroffen. Auch hiervon erhoffen wir uns langfristig mehr Pflegekräfte für unser Saarland“, erklärte Staatssekretär Stephan Kolling.

Bei der Gewinnung von Pflegepersonal setzt er auf drei Säulen: inländische, europäische und internationale Fachkräftepotenziale. „Diese Menschen sollen für die Pflege im Saarland an- und nicht abgeworben werden“, betonte Kolling. „Dass wir auch nach mehr als drei Jahren alle an einem Strang ziehen, macht mich sehr stolz. Die Pflege im Saarland braucht eine gute Zukunft. Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ende“ so Ministerin Monika Bachmann. Es bleibt noch einiges zu tun!

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