Die Stadt St. Ingbert darf sich über eine bundesweite Anerkennung für ihre Digitalisierungsstrategie freuen: Das Projekt „MeinSt. Ingbert Digital“ wurde auf der Fachmesse KommDIGITALE mit dem DIGITAL-Award-Siegel 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung ging an St. Ingbert in der Kategorie „Städte und Gemeinden bis 100.000 Einwohnende“ – ein Signal, das weit über die Mittelstadt im Saarpfalz-Kreis hinaus Beachtung finden dürfte.
Der DIGITAL-Award wird jährlich vergeben und zeichnet deutschlandweit kommunale Projekte aus, die die Verwaltungsdigitalisierung entscheidend vorantreiben. Verliehen wird er im jährlichen Wechsel auf der KOMMUNALE in Nürnberg und der KommDIGITALE in Bielefeld. Dass St. Ingbert in diesem Wettbewerb reüssiert, unterstreicht den Anspruch der Stadt, bei der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung eine aktive Rolle einzunehmen.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Uli Meyer ordnete die Auszeichnung entsprechend ein: „Diese Ehrung ist eine starke Bestätigung für die engagierte Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie soll den Alltag der Menschen erleichtern und unsere Verwaltung leistungsfähiger, transparenter und bürgernäher machen.“ Mit dem Projekt gestalte man aktiv die Zukunft der Stadt und setze ein klares Zeichen für Innovation und Serviceorientierung.
Hinter dem Titel „MeinSt. Ingbert Digital – mit dem Herzen digital!“ verbirgt sich ein umfassender Ansatz, den die Stabsstelle Digitalisierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. Kern des Vorhabens ist eine zentrale digitale Bürgerschnittstelle, über die moderne eGovernment-Services für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen gebündelt zugänglich gemacht werden sollen. Dabei geht es nicht allein um neue Software oder schnellere Server. Digitalisierte Fachverfahren, optimierte Geschäftsprozesse und eine leistungsfähige IT-Infrastruktur werden strategisch miteinander verknüpft – flankiert von organisatorischen Veränderungen, gezielter Personalentwicklung und der Modernisierung von Arbeitsplätzen.
Offiziell gestartet ist das Projekt im März 2025 mit einer Kick-off-Veranstaltung. Seitdem arbeiten ein Lenkungsteam und mehrere Arbeitsgruppen interdisziplinär zusammen. Die Umsetzung geschieht in enger Abstimmung mit den Geschäftsbereichen, den Eigenbetrieben und dem Personalrat. Der Grundgedanke dahinter: Der Transformationsprozess soll nicht von oben verordnet, sondern gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet werden.
Sven Oberinger, als CIO der Stadtverwaltung verantwortlich für die digitale Strategie, zeigte sich erfreut über die Prämierung: „Die Auszeichnung bestätigt, dass wir mit unserer digitalen Stadtverwaltung auf dem richtigen Weg sind. Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Service für die St. Ingberterinnen und St. Ingberter einfacher, schneller und komfortabler machen.“ Gemeinsam mit Projektleiterin Anna Stegner und Oberbürgermeister Meyer präsentierte er das Siegel.
Für St. Ingbert ist die Auszeichnung mehr als ein Gütesiegel an der Bürowand. Sie dokumentiert, dass eine Stadt mit rund 36.000 Einwohnern im bundesweiten Vergleich digitaler Verwaltungsprojekte mithalten kann – und dass nachhaltige Digitalisierung dort gelingt, wo Technik, Prozesse und Menschen gleichermaßen mitgedacht werden.


















