Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
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Vier Schülerinnen haben am Donnerstag einen Arbeitstag erlebt, der weit über das hinausging, was ein normaler Schulvormittag bieten kann: Sie verbrachten den diesjährigen Girls’Day in der Staatskanzlei des Saarlandes – und bekamen dabei einen unmittelbaren Eindruck davon, wie Regierungsarbeit im Alltag funktioniert.

Der Besuch begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem Staatskanzlei-Chef David Lindemann den Mädchen Rede und Antwort stand. Auch Mitarbeiterinnen des Hauses schilderten ihren beruflichen Werdegang und gaben Einblicke in die unterschiedlichen Aufgabenfelder, die eine Landesregierung am Laufen halten. Für die Teilnehmerinnen war es die Gelegenheit, direkt nachzufragen: Wie sieht der Tagesablauf einer Ministerpräsidentin aus? Welche Rolle spielt der Chef der Staatskanzlei? Und warum braucht es mehr Frauen in politischen Führungspositionen?

Nach den Gesprächen ging es auf Erkundungstour durch das Gebäude. Besonderes Interesse weckten die Archivräume im Keller, in denen historische Stücke aus der Geschichte der saarländischen Landesregierung aufbewahrt werden. Der Rundgang machte greifbar, dass hinter politischen Entscheidungen nicht nur Akten und Sitzungssäle stehen, sondern auch eine lange institutionelle Tradition. Zum Abschluss des Programms wurden die Schülerinnen selbst kreativ: Sie verfassten eigene Textbausteine für die Öffentlichkeitsarbeit der Landesregierung und verarbeiteten darin ihre Erlebnisse des Tages.

Foto: Staatskanzlei des Saarlandes

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ordnete den Aktionstag in einen größeren Zusammenhang ein. „Frauen sind in vielen wichtigen Berufsfeldern, etwa im Handwerk, in der Industrie, aber auch in der Politik, nach wie vor unterrepräsentiert. Das wollen wir ändern“, sagte sie. Mit dem Girls’Day in der Staatskanzlei wolle man junge Mädchen ermutigen, die Landesverwaltung als größten Arbeitgeber des Saarlandes kennenzulernen. „Wir brauchen junge Nachwuchskräfte, und dabei hoffen wir auch auf weibliche Talente für unsere Arbeit, für unsere Gesellschaft und für unsere Zukunft“, so Rehlinger weiter.

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Der Girls’Day richtet sich bundesweit an Schülerinnen ab der fünften Klasse und öffnet Türen zu Berufen und Studienfächern, in denen Frauen bislang weniger als 40 Prozent der Beschäftigten ausmachen. Dazu zählen unter anderem IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik, aber eben auch Bereiche in Politik und Verwaltung. Der Orientierungstag wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt und soll jungen Frauen die Möglichkeit geben, weiblichen Vorbildern aus Wirtschaft und Politik zu begegnen.

Dass die Staatskanzlei in Saarbrücken ihre Türen für den Aktionstag öffnet, ist mehr als eine symbolische Geste. Es zeigt, dass die Landesregierung den Nachwuchs dort abholen will, wo Berufsentscheidungen noch offen sind – und dass sie dabei gezielt auf junge Frauen setzt, die sich bisher vielleicht nicht vorstellen konnten, einmal im Zentrum politischer Entscheidungen mitzuwirken.

Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
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