Saarbrücken (ots) – In der Saarbrücker Innenstadt fand am 24. Januar 2026 zwischen 13 und 15 Uhr ein Aufzug unter dem Motto „Gegen Linksextreme, für Remigration, für Heimatliebe“ statt. In der Spitze beteiligten sich daran insgesamt 20 Personen. Parallel dazu war im gleichen Zeitraum vor der Europagalerie eine stationäre Gegendemonstration unter dem Motto „Für Demokratie und Vielfalt“ angemeldet, an der etwa 150 Personen teilnahmen.
Entlang der Strecke des Aufzugs kam es im gesamten Verlauf zu teils massiven Störungen durch Personengruppen, die mutmaßlich dem linken Spektrum zugeordnet werden können. Es wurden Straßen blockiert, wobei unter anderem Mülltonnen sowie Tische und Bänke der umliegenden Gastronomie eingesetzt wurden, die von den eingesetzten Polizeikräften geräumt werden mussten. Zudem wehrten die Einsatzkräfte wiederholte Versuche ab, polizeiliche Absperrungen zu durchbrechen und den Aufzug zu behindern. Dabei musste mehrfach unmittelbarer Zwang angedroht und schließlich auch angewendet werden.
Es wurden Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet beziehungsweise befinden sich noch in Prüfung. Im Verlauf des Einsatzes kam es außerdem zu Beleidigungen und Bedrohungen sowie insgesamt drei tätlichen Angriffen zum Nachteil von Polizeivollzugsbeamten, ohne dass Einsatzkräfte verletzt wurden. Gegen einen Teilnehmer des Aufzugs „Gegen Linksextreme, für Remigration, für Heimatliebe“ wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen durch Zeigen des Hitlergrußes eingeleitet.
Außerhalb der Versammlung griff eine etwa 30-köpfige Personengruppe drei ehemalige Teilnehmer des Aufzugs an. Dabei wurde eine Person verletzt. Auch hierzu wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
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