Symbolbild Foto: Von Alexander Blum (www.alexanderblum.de), Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25098002

Wer am langen Pfingstwochenende mit dem Auto in den Urlaub starten will, braucht vor allem eines: Geduld. Der ADAC erwartet zwischen dem 22. und 25. Mai eine der höchsten Verkehrsbelastungen des gesamten Jahres. Gleich drei Bundesländer starten in die Ferien, Millionen Kurzurlauber drängen auf die Autobahnen – und eine Demonstration am Brenner sorgt eine Woche später für eine zusätzliche Vollsperrung auf einer der wichtigsten Transitrouten nach Italien.

Der Grund für das absehbare Verkehrschaos liegt in einer Ballung ungünstiger Faktoren. In Baden-Württemberg und Bayern beginnen die zweiwöchigen Pfingstferien, in Sachsen-Anhalt starten ebenfalls schulfreie Tage. Gleichzeitig nutzen viele Berufstätige den Feiertag am Pfingstmontag für einen verlängerten Kurztrip. Besonders beliebt sind dabei Ziele im Süden Europas: Österreich, Italien, Kroatien und Südfrankreich stehen ganz oben auf der Liste.

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Schon der Freitag vor Pfingsten zählte im vergangenen Jahr zu den staureichsten Tagen überhaupt. Auch diesmal rechnet der ADAC zwischen 11 und 19 Uhr mit der größten Staugefahr. Am Samstag bleibt es zwischen 10 und 15 Uhr auf den Fernstraßen dicht, bevor sich die Lage am Pfingstsonntag spürbar entspannt. Wer allerdings auf einen ruhigen Pfingstmontag hofft, wird enttäuscht: Ab Mittag setzt der Rückreiseverkehr ein. Richtig kritisch wird es dann am Dienstag, wenn sich die Rückreisewelle mit dem regulären Berufsverkehr zwischen 7 und 18 Uhr überlagert.

Die Liste der besonders staugefährdeten Strecken liest sich wie ein Verzeichnis der großen deutschen Fernverkehrsachsen. Auf der A1 zwischen Fehmarn und Köln, der A7 von Flensburg bis Füssen, der A8 zwischen Karlsruhe und Salzburg sowie der A5 von Kassel bis Basel müssen Reisende mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Auch der Berliner Ring, die A9 Richtung Halle und Leipzig sowie die A99 rund um München gehören zu den neuralgischen Punkten. Grundsätzlich gilt: Alle Fernstraßen in Richtung Süden, in die Alpen sowie an die Nord- und Ostseeküste sind besonders stark belastet.

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Jenseits der deutschen Grenzen sieht es kaum besser aus. In Österreich staut es sich erfahrungsgemäß auf der Tauernautobahn A10, der Inntalautobahn A12 und der Brennerautobahn A13. Die seit Langem laufende Sanierung der Luegbrücke zwischen Innsbruck und dem Brennerpass sorgt dort weiterhin für Engpässe. Auf der Tauernautobahn gelten von Freitag bis einschließlich Montag ganztägige Abfahrtssperren. In den Tiroler Bezirken Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte sind an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zudem zahlreiche Ausweich- und Landesstraßen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Auch die Fernpassstraße B179 und die Arlbergstraße B197 gelten als staugefährdet.

In der Schweiz bleibt die Situation auf der A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen angespannt. Starke Belastungen erwartet der ADAC außerdem auf der Gotthard-Route A2, der A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie auf der San-Bernardino-Route A13 Richtung Chiasso. Wer über die Schweiz nach Italien fährt, muss auf der Verbindung über die A9 und A7 in Richtung Mailand und Genua ebenfalls mit dichtem Verkehr und längeren Wartezeiten rechnen. Auf der italienischen Brennerroute A22 gilt dasselbe.

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Samstag, 30. Mai – also eine Woche nach dem Pfingstwochenende, aber noch mitten in der Ferienreisezeit. Wegen einer Demonstration wird die Brennerautobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beiden Richtungen komplett gesperrt. Auch die parallel verlaufenden Ausweichstrecken sind betroffen. Das Land Tirol rät dringend dazu, den Brennerraum an diesem Tag großräumig zu umfahren und nicht notwendige Fahrten zu unterlassen. Selbst alternative Routen dürften an diesem Tag an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

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