Foto: MIBS/F. Roggenland
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Die Grundschule Dreiländereck in Perl steht vor der größten Verwandlung ihrer Geschichte. Mehr als sieben Millionen Euro Fördermittel gibt das Saarland für Umbau und Erweiterung der Schule frei – ein Betrag, den die Gemeinde alleine niemals hätte aufbringen können. Für den Bildungsstandort im äußersten Norden des Landes bedeutet das den Startschuss für eine umfassende Modernisierung.

Seit Perl und Besch ihre Standorte zusammengelegt haben, ist die Einrichtung die zentrale Grundschule der Gemeinde. Sie zählt zu den fünf bilingualen Schulen des Saarlandes und liegt genau dort, wo Deutschland, Frankreich und Luxemburg aufeinandertreffen. Diese besondere Lage macht sie zu einem Ort, an dem grenzüberschreitende Zusammenarbeit nicht nur Programm ist, sondern zum schulischen Alltag gehört.

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Weil die Anforderungen gestiegen sind und der Platz knapp wird, teilen sich die geplanten Arbeiten in drei Bauabschnitte auf. Zunächst entstehen vier neue Klassenräume, eine Aula mit Mensa und Ausgabeküche sowie Räume zum Differenzieren und Ausruhen. Das alte Feuerwehrgerätehaus weicht dabei, wodurch sich der Schulhof zur Kirschenstraße hin öffnen und neu gestalten lässt.

Foto: MIBS/F. Roggenland

Im zweiten Schritt wächst der Gebäudeteil von 1964 in Richtung Hof. In aufgeständerter Bauweise sollen dort weitere vier Klassenräume und zusätzliche Funktionsflächen Platz finden. Der dritte Abschnitt konzentriert sich schließlich auf den Bestand aus den Jahren 1928 und 1964: Neben technischer Erneuerung und der Sanierung der Haupt-WC-Anlage sorgen gezielte Wanddurchbrüche für moderne Lernkonzepte und verbinden Alt- und Neubau nahtlos miteinander.

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Rund 13,6 Millionen Euro sind insgesamt veranschlagt. Für die ersten beiden Abschnitte stellt das Innenministerium zwei Bedarfszuweisungen von zusammen sechs Millionen Euro bereit. Hinzu kommen gut eine Million Euro aus dem Schulbauprogramm BAUSTEIN, Mittel aus einem Sofortprogramm, Gelder für den Ganztagsausbau sowie eine Unterstützung der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Am Ende fließen mehr als 8,2 Millionen Euro an Zuwendungen in das Vorhaben, während bei der Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 5,4 Millionen Euro verbleibt.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ordnet das Projekt in einen größeren Zusammenhang ein. „Wir schaffen einen echten Aufbruch für das Saarland: indem wir ganz konkret in die Zukunft unserer Städte und Gemeinden investieren – und damit auch in die Zukunft unserer Kinder“, erklärte sie. Die Grundschule Dreiländereck stehe in besonderer Weise für gute Bildung und gelebte Nachbarschaft über Grenzen hinweg.

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Ähnlich sieht das Bürgermeister Ralf Uhlenbruch, für den die Schule weit mehr ist als ein Gebäude. „Sie ist ein Ort, an dem wir in die Zukunft unserer Kinder investieren und an dem Europa im Alltag gelebt wird“, betonte er und dankte dem Land ausdrücklich für die Hilfe.

Innenminister Reinhold Jost, der die Bedarfszuweisung überreichte, verwies auf die Verantwortung für eine leistungsfähige Bildungsinfrastruktur. Dank der Kombination aus Bedarfszuweisungen, Schulbauprogramm und KfW-Mitteln entstehe in Perl eine hochmoderne und bedarfsgerechte Schule, die zugleich die Bedeutung des europäischen Gedankens unterstreiche.

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