Am 06. Mai wählen Schottinnen und Schotten ein neues Parlament. Die Wahlen werden überschattet von einem Skandal der Regierung. Rücktrittsforderungen gegen Regierungschefin Nicola Sturgeon werden immer lauter. Und über allem schwebt der Brexit und die Frage nach der Unabhängigkeit Schottlands.

Die diesjährigen Wahlen zum Schottischen Parlament werden erneut als Stimmungsmesser für die Unabhängigkeit Schottlands und die Zukunft der Beziehungen der ‘vier Nationen’ im Vereinigten Königreich gehandelt. Am Donnerstag, den 22. April, um 18.30 Uhr greift Dr. Bettina Petersohn, Politikwissenschaftlerin an der University of Swansea (UK), in einem online-Vortrag die derzeitigen Debatten und Trends in Meinungsumfragen auf und bettet sie in die jüngste Geschichte der Beziehungen der Nationen im Vereinigten Königreich ein.

„Die Pandemie hat die Sichtbarkeit der Schottischen Regierung unter First Minister Nicola Sturgeon erhöht und die Unterschiede in den Maßnahmen der verschiedenen Regierungen deutlicher als zuvor zu Tage treten lassen“, so Petersohn. „Das Ergebnis des Brexit Referendums von 2016 hat zudem die Frage der Repräsentation schottischer Interessen innerhalb der Union wieder aufgeworfen und der Unabhängigkeitsdebatte ein weiteres Argument geliefert.“

Auf der anderen Seite wäre laut Verfassungskonvention ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum nur dann rechtmäßig, wenn die zentrale Regierung in London ihre Zustimmung gäbe. Derzeit lehnt die konservative Regierung unter Boris Johnson dies ab. Damit bleibt den Schottischen Nationalisten (SNP) nur die Hoffnung auf ein deutliches Mandat der Wählerinnen und Wähler, das Nicola Sturgeon als Argument in der Auseinandersetzung mit der Regierung in London nutzen könnte.

Die Veranstaltung findet nur online statt. Der Stream wird via Zoom ausgestrahlt: www.Zoom.us. (Webinar-ID: 969 6239 1720) Einen Leitfaden hierzu befindet sich auf der Webseite der Union StiftungZusätzlich bietet die Union Stiftung den Stream auch auf Facebook an: www.facebook.de/unionstiftung

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