vlnr.: Dr. Silke Janser, die Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, Mobilitätsministerin Petra Berg, Michel Gloden, der Bürgermeister von Schengen, Ralf Uhlenbruch, der Bürgermeister von Perl, die Saarländische Moselweinkönigin Theresa I. und die Saarländische Moselweinprinzessin Marie bei der Zugtaufe am Bahnhof Perl-Schengen Foto: MUKMAV / Daniel Bittner
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Am Bahnhof Perl-Schengen hat ein nagelneuer Regionalzug seinen offiziellen Namen erhalten – und damit zugleich ein Signal für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck gesetzt. Im Rahmen des „Festival hoch drei“ tauften Saarlands Mobilitätsministerin Petra Berg, die Bürgermeister von Perl und Schengen sowie die Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, Dr. Silke Janser, am 9. Mai das Fahrzeug auf den Namen „Perl-Schengen“. Es ist der erste von 19 neuen Elektrotriebwagen im MoselLux-Netz, die künftig allesamt nach Städten und Gemeinden entlang der Strecke benannt werden sollen.

Für Ministerin Berg markiert die Taufe mehr als eine symbolische Geste. „Die neuen Fahrzeuge bieten den Fahrgästen deutlich mehr Komfort im Alltag und auf Reisen. Dies ist für einen guten ÖPNV im ländlichen Raum essenziell“, sagte sie. Dass der erste Zug ausgerechnet den Doppelnamen der deutsch-luxemburgischen Grenzgemeinden trage, freue sie besonders – nach dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs trage nun auch das Fahrzeug „die Namen der Gemeinden und somit unsere Region ihren Namen hinaus ins Land“.

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Dr. Silke Janser ordnete die Dimension des Projekts mit konkreten Zahlen ein: Jeder einzelne der neuen Züge lege pro Jahr rund 170.000 Kilometer auf der Moselstrecke zurück und befördere dabei im Schnitt etwa 210.000 Reisende. „Wir freuen uns, dass wir die Gemeinden Perl und Schengen als einziges saarländisch-luxemburgisches Bindeglied entlang dieser Verbindung als erste Regionalbahn-Paten begrüßen dürfen“, erklärte sie. Gleichzeitig gab sie den Startschuss für einen Namenswettbewerb, bei dem die übrigen 18 Fahrzeuge ihre Bezeichnungen erhalten sollen.

Auch die beiden Bürgermeister betonten die Strahlkraft der Taufe. Perls Rathauschef Ralf Uhlenbruch verwies darauf, dass der Name „Perl-Schengen“ die Verbundenheit im Dreiländereck sichtbar mache. Sein Schengen-er Amtskollege Michel Gloden nannte die Benennung „ein starkes Zeichen für eine grenzüberschreitende Verbundenheit unserer Region, für offene Grenzen“ und ein Symbol für Mobilität, das die enge Verbindung zwischen Deutschland und Luxemburg unterstreiche.

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Technisch setzen die Fahrzeuge Maßstäbe für den Nahverkehr an der Mosel. Die Elektrotriebwagen vom Typ Flirt 3 XL des Herstellers Stadler sind seit Dezember 2025 auf den Regionalbahnlinien RB 81 und RB 82 zwischen Trier, Koblenz und Perl-Schengen unterwegs. Rund 500 Fahrgäste finden darin Platz, davon mehr als 245 auf festen Sitzplätzen. Bis zu 30 Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen können mitgenommen werden. Schiebetritte sorgen für einen barrierefreien Einstieg, Monitore liefern aktuelle Fahrgastinformationen, und eine Videoüberwachung erhöht die Sicherheit an Bord. Auf jeder Fahrt ist zudem Zugbegleitpersonal präsent, das bei Fragen hilft und bei defekten Automaten am Bahnsteig auch Fahrkarten verkauft. Von März bis November unterstützen an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich Radlotsinnen und Radlotsen beim Ein- und Ausladen von Fahrrädern.

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Der Fahrplan zwischen Perl-Schengen, Besch und Nennig-Remich sieht einen durchgehenden Stundentakt in Richtung Trier vor, ergänzt durch zusätzliche Verbindungen zu Stoßzeiten im Schülerverkehr. Wer nach Trier oder per Bus weiter nach Luxemburg und Merzig möchte, kann das Deutschland-Ticket, das Junge-Leute-Ticket oder das Deutschland-Semesterticket ohne Einschränkungen auch grenzüberschreitend nutzen – ein Vorteil, der die Region als zusammenwachsenden Mobilitätsraum stärkt.

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