Gegen die Offenbacher Kickers kassierte der FC Homburg die erste Pleite unter Trainer Joti Stamatopoulos. Am Ende eines höchst spannenden Spiels stand ein unter dem Strich verdientes 2:1 (0:0) für die Hessen. Dennoch zeigte der FCH eine ansprechende Leistung und hätte einen Punkt verdient gehabt. Zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen trugen ihren Teil dazu bei, dass die Heimelf nach 90 Minuten mit leeren Händen dastand.

Kampf, Tore, Emotionen, schöne Spielzüge – das Spiel zwischen den Grün-Weißen und dem OFC bot im Grunde alles, was man sich beim Fußball wünscht. Dass der FCH am Ende den Kürzeren zog, sorgte zwar bei Spielern und Trainer im ersten Moment für Enttäuschung. Doch auf lange Sicht bringt dieses Spiel eine Botschaft mit sich, die vielleicht fast wichtiger als das Resultat ist: Der FC Homburg kann mit einem Spitzenteam der Liga mehr als mithalten. Und das nicht etwa, weil der Gegner einen schlechten Tag erwischt hätte. Ganz im Gegenteil, der OFC war an diesem Tag stark und konnte auch nur deshalb die drei Punkte aus dem Saarland entführen.

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Von Beginn an zeigten die Homburger, dass man nicht vor hatte, sich gegen die Mannschaft der Stunde zu verstecken. Bereits nach fünf Minuten hätte Marco Hingerl die Heimelf in Führung bringen können, doch sein Kopfball flog haarscharf am Offenbacher Kasten vorbei. Es war der Auftakt zu einer interessanten ersten Hälfte, in der beide Mannschaften versuchten, über das Spielerische zum Erfolg zu kommen. Zwingender der FCH, bei dem nach Hingerl auch Philipp Hoffmann (12.) und Damjan Marceta (32.) gute Einschussmöglichkeiten hatten. „In der ersten Halbzeit hatten wir schon ein Chancenplus“, fand denn auch Übungsleiter Stamatopoulos, der nur bei einem Distanzschuss von Serkan Firat kurz zittern musste (36.). Bis auf diese Möglichkeiten bissen sich die Kickers an der grün-weißen Abwehrkette die Zähne aus.

Das sollte sich im zweiten Abschnitt schnell ändern. Es waren gerade mal fünf Minuten gespielt, als Matthias Fetsch den Ball im Strafraum auf Davud Tuma weiterleiten konnte und der keine Mühe hatte, zum 1:0 zu verwandeln. Da half es auch nichts, dass die Homburger Spieler bei Fetschs Aktion ein Handspiel gesehen haben wollten. Hand oder nicht, nun lag man gegen die mit Abstand beste Defensive der Liga in Rückstand. Und der nächste Nackenschlag folgte nur einige Minuten später. Nach einem harmlosen Zweikampf zeigte Schiedsrichter Luigi Satriano Luca Plattenhardt die Gelb-Rote Karte. Die zweite strittige Situation in kurzer Zeit, die gegen die Grün-Weißen entschieden wurde.

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Dennoch haben wir weiter mit guter Struktur nach vorne gespielt“, lobte der Coach die Reaktion seiner Elf, die gar nicht daran dachte, den Kopf in den Sand zu stecken und schließlich durch einen Foulelfmeter von Daniel di Gregorio auch zum verdienten Ausgleich kam (62.). Es war nun ein komplett offenes Spiel, bei dem beide Mannschaften auf Sieg spielten. Doch am Ende hatten die Kickers das bessere Ende für sich. Konnte Homburgs David Salfeld gegen den starken Davud Tuma zunächst noch retten (67.), so war er in der 80. Minute schließlich machtlos. Deniz Tunay spielte einen klasse Ball in die Tiefe und der eingewechselte Denis Huseinbasic blieb vor dem Homburger Kasten eiskalt. „In dieser Situation waren wir einfach unachtsam, aber es ist natürlich in Unterzahl gegen eine solche Mannschaft nicht einfach“, wollte Stamatopoulos mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht gehen. Der FCH versuchte es dann schließlich nochmal mit der Brechstange, doch zu einem zweiten Tor reichte es nicht mehr.

Trotz Niederlage lässt sich auf dieser Leistung ohne Frage aufbauen. Nicht nur kämpferisch, auch spielerisch sind Fortschritte bei den Homburgern zu erkennen. Nun gilt es, das Spiel gegen den OFC auch kräftemäßig wegzustecken, bevor am Samstag der KSV Hessen Kassel im Waldstadion zu Gast sein wird.

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