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Digitale Dienstleistungen im saarländischen Personennahverkehr ausbauen und vereinfachen: Das ist das Ziel des „Kompetenzcenter Digitalisierung im ÖPNV“, einem Gemeinschaftsprojekt von Verkehrsministerium, Zweckverband Personennahverkehr Saarland (ZPS) und Verkehrsverbund der Verkehrsunternehmen.

Die neue Struktur wird als eigene Abteilung beim ZPS angesiedelt sein und alle Digitalthemen rund um das Mobilitätsangebot des ÖPNV bündeln. Das Verkehrsministerium fördert das Projekt mit rund 4,9 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren.

Ministerin Anke Rehlinger: „Mit dem Kompetenzcenter Digitalisierung setzen wir einen weiteren zentralen Baustein unseres Verkehrsentwicklungsplans um. Mit der Saarfahrplan-App, die neben der Fahrplanauskunft auch den Kauf von Tickets ermöglicht, haben wir im Saarland schon eine gute Basis geschaffen. Jetzt können wir die Innovationskraft des ÖPNV nochmal erhöhen und beispielsweise sämtliche Verkehrsträger miteinander vernetzen. Dadurch wird es noch einfacher und komfortabler, sich im ganzen Saarland mit Bus und Bahn fortzubewegen.“

Gerade für die kleineren Verkehrsunternehmen im Saarland, stehe nun mit dem Kompetenzcenter eine maßgeschneiderte Unterstützungsstruktur zur Verfügung, so Rehlinger. Aber auch für Start-ups, die neue Geschäftsmodelle für digitale Tarife, Tickets und Serviceleistungen im ÖPNV entwickeln möchten, sei das Center der ideale Ansprechpartner.

Zu den ersten konkreten Maßnahmen im Tarifbereich gehört das Projekt „Motics“: Über bereits bestehende Apps (Saarfahrplan oder DB Navigator) können bezahlte Tickets künftig als dynamischer QR-Code ausgegeben werden, wodurch sich die Sicherheit bei Kauf und Kontrolle erhöht. Das Angebot an E-Tickets kann somit deutlich ausgeweitet werden. Darüber hinaus sollen die Fahrgäste im Saarland zukünftig in Bussen und Bahnen auch bargeldlos bezahlen können, die vorherigen Zahlungsmöglichkeiten bleiben aber weiterhin erhalten.

Als weiteres Projekt nannte Verkehrsministerin Rehlinger ein landesweites Check-in/Be-out-System, das den Fahrgästen den Zugang zum Nahverkehr zukünftig deutlich erleichtern wird: Per Smartphone wird der Ein- und Ausstieg erkannt und der Fahrpreis automatisiert berechnet. ÖPNV-Kunden benötigen somit keine Kenntnisse mehr über Tarife oder Tickets, sondern können Bus und Bahn spontan nutzen, ohne sich auf eine bestimmte Verbindung festlegen zu müssen.

Die Personalausgaben für das Kompetenzcenter Digitalisierung tragen ZPS und Verkehrsverbund der Verkehrsunternehmen. Zur Ergänzung des bestehenden Kernteams sind aktuell zwei zusätzliche Stellen ausgeschrieben. Interessierte können sich noch bis Ende März bewerben: https://zps-online.de/Stellenangebote/

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