Bild: Bill Titze
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Es ist ein Mammut-Projekt, das nun auf den Weg gebracht wurde: Am Homburger „Zunderbaum“ wird in den kommenden Jahren die neue Landesfeuerwehrschule des Saarlandes entstehen. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro. Der erste Schritt erfolgte nun mit der Unterzeichnung des Grundstückkaufvertrages. Der spült einiges an Geld in die klammen Kassen der Stadt. 

Allzu oft kommt es ja nicht gerade vor, dass eine Landeseinrichtung aus der Landeshauptstadt nach Homburg umzieht. Dass das bei der Landesfeuerwehrschule anders aussieht, dürfte nicht zuletzt an der Attraktivität des Grundstücks liegen, das die Stadt nun an das Land verkaufte. Denn am „Zunderbaum“ gibt es Platz – etwas, das am alten Standort in Saarbrücken-Burbach nicht mehr gegeben war.

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„In Burbach konnten wir einfach nicht mehr alle Angebote bieten, die eigentlich notwendig wären“, begründete Innenminister Klaus Bouillon bei der Vertragsunterzeichnung im Großen Ratssaal, wieso der Neubau aus seiner Sicht notwendig ist. „Nicht zuletzt die Katastrophe im Ahrtal hat uns gezeigt, dass der Brand- und Katastrophenschutz auf neue Beine gestellt werden müssen.“ Natürlich begann die Planungen aber bereits schon vor den Ereignissen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im letzten Sommer. Vor rund anderthalb Jahren startete man bereits mit ersten Vorbereitungen, wie Bouillon berichtet.

Und die sind umfangreich. Auf den 22.000 Quadratmetern am „Zunderbaum“ sollen ein Schul- und Verwaltungsgebäude, ein Technikgebäude und eine Fahrzeughalle errichtet werden. „Außerdem haben wir ausreichend Platz für ein Übungsgelände, das auch von der Polizei genutzt werden kann“, freut sich der Innenminister. Dieses wird in verschiedene Bereiche unterteilt, in denen jeweils verschiedene Problemsituationen trainiert werden können. So sollen beispielsweise eine Tiefbaugrube und ein Trümmerhaus auf dem Gelände entstehen. Insgesamt investiert das Land rund 30 Millionen Euro in das Projekt.

„In der neuen Landesfeuerwehrschule kann ganz nah am Feuerwehrmann ausgebildet werden“, unterstreicht Landesbrandinspekteur Timo Meyer ob dieser Möglichkeiten. Außerdem werde das Ehrenamt durch die im Technikgebäude vorgesehenen Werkstätten deutlich entlastet. „Das bringt dann auch Freiräume für die Schadensereignisse, die auftreten.“ Aber nicht nur von Landes- und Feuerwehrseite werden auf die neue Schule große Stücke gesetzt.

Innenminister Klaus Bouillon (l.) und Bürgermeister Michael Forster (r.) unterzeichneten den Kaufvertrag für das 22.000 Quadratmeter große Grundstück am “Zunderbaum”.

Auch Homburgs Bürgermeister Michael Forster sagte, es sei ein „guter Tag“ für die Stadt. „Ich freue mich, dass wir eine sehr wichtige Landeseinrichtung bekommen. Wir werden so zu einem Zentrum für Feuerwehr- und Katastrophenschutz im Land.“ Darüber hinaus entstünden Synergien für die Homburger Feuerwehr. Und nicht zuletzt fließen durch den Grundstücksverkauf 1,1 Millionen Euro an die Stadt.

Bis es jedoch wirklich losgeht mit dem Bau wird es noch ein bisschen dauern. Bis zum Ende des Jahres sollen zunächst die Ausschreibungen abgeschlossen sein, bis im Jahr 2023 die konkreten Planungen für Gebäude und Außengelände beginnen können. Mit dem Grundstückskauf ist nun zumindest der erste konkrete Schritt in Richtung neuer Landesfeuerwehrschule getan.

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