Foto: Staatskanzlei / Minas

An der Grundschule Nalbach wächst spürbar mehr Raum für die Betreuung am Nachmittag heran. Mit dem Rohbaufest für den sechsten Pavillon erreicht eines der wichtigsten Bauvorhaben der Schule seine Schlussphase. Rund 340.000 Euro steuert das Ministerium für Bildung und Kultur aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau zu dem Projekt bei.

Der Neubau bringt zusätzliche Räume für die Offene Ganztagsschule und vergrößert gleichzeitig die vorhandene Mensa. Ist alles fertig, finden hier künftig bis zu 220 Kinder in elf Gruppen einen Platz. Damit reagiert die Schule auf den steigenden Bedarf an Ganztagsplätzen und schafft die nötigen Kapazitäten für den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Für Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ist der Ausbau weit mehr als eine Baumaßnahme. „Gute Bildung braucht gute Bedingungen. Moderne Schulen mit genügend Platz zum Lernen gehören dazu“, betont sie. Die Erweiterung in Nalbach sei eine Investition in die Zukunft der Kinder und bedeute mehr Sicherheit im Familienalltag. Eltern könnten darauf vertrauen, dass ihre Kinder auch nach dem Unterricht gut betreut seien. Den Ganztagsausbau bezeichnet sie als „entscheidenden Hebel“, um Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren.

Foto: Staatskanzlei / Minas

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot versteht den Rechtsanspruch auf Ganztag zugleich als Bildungsversprechen. Jedes Kind solle von guten Angeboten profitieren, unabhängig von seiner Herkunft. Der Ganztag gebe den Kindern „mehr Zeit zum gemeinsamen Lernen, Entdecken und Wachsen“ und mache Schule zu einem Ort, an dem sie ihre Stärken und Talente entfalten könnten. Mit dem Investitionsprogramm, so die Ministerin, unterstütze das Land die Kommunen dabei, die räumlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Die Grundschule Nalbach arbeitet dreizügig und wird von Kindern aus allen vier Ortsteilen besucht – aus Nalbach, Piesbach, Körprich und Bilsdorf. Bislang stehen drei Gruppenräume im Bestand zur Verfügung. Durch den sechsten Pavillon kommen acht weitere hinzu, zudem wird die Mensafläche vergrößert. Damit ergänzt der Neubau die vorhandene Infrastruktur gezielt an der Stelle, an der der Druck am größten ist.

Landrat Patrik Lauer bringt die Bedeutung des Projekts auf einen einfachen Nenner. „Wer Kindern Raum gibt, gibt auch der Zukunft Raum“, sagt er. Aus langjähriger Erfahrung als Schulträger der weiterführenden Schulen im Landkreis Saarlouis wisse man, dass gute räumliche Bedingungen im Unterricht wie in der Betreuung entscheidend seien. Wenn Kinder Platz hätten, um Gemeinschaft zu erleben und einfach Kind sein zu können, sei das ein guter Nährboden für eine glückliche Bildungsbiografie.

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Insgesamt kostet die Erweiterung rund 5,6 Millionen Euro. Finanziert wird sie aus mehreren Quellen: Neben den 340.000 Euro aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau fließen weitere Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz. Landesweit stehen für den Ganztagsausbau bis Ende 2029 rund 47 Millionen Euro bereit, die über die Landkreise verteilt werden und den Ausbau der räumlichen Voraussetzungen für den Rechtsanspruch stützen.

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