Gleise in Homburg nach Saarbrücken und links die Gleise nach Neunkirchen Foto: DB InfraGO AG / Sebastian Ottrembka

Der Wiederaufbau der Bahnverbindung zwischen Homburg im Saarland und Zweibrücken kommt voran: Die Deutsche Bahn hat den ersten Bauabschnitt fristgerecht und innerhalb des geplanten Budgets abgeschlossen. Auf dem Teilstück zwischen dem Homburger Bahnhof und der Eisenbahnüberführung an der Saarbrücker Straße verlegte die DB InfraGO AG rund 800 Meter Gleis. Hinzu kamen die zugehörigen Entwässerungsanlagen sowie neue Kabeltrassen.

Beim Sommerempfang des Zweibrücker Oberbürgermeisters Dr. Marold Wosnitza zog DB-Projektleiter Sebastian Ottrembka eine positive Zwischenbilanz. „Wir liegen stabil im Terminplan“, sagte er. Der erste Bauabschnitt bewege sich nicht nur im vorgesehenen Kostenrahmen, sondern liege sogar leicht darunter.

Weniger erfreulich fiel der Blick auf die Gesamtkosten aus. Diese haben sich laut Ottrembka aufgrund veränderter äußerer Rahmenbedingungen erheblich verteuert. Aus ursprünglich veranschlagten rund 39 Millionen Euro sind inzwischen 78 Millionen Euro geworden – eine Verdopplung des Budgets für das Gesamtprojekt.

Während der erste Abschnitt fertiggestellt ist, laufen bereits die Vorbereitungen für die kommenden Etappen zwischen Homburg, Beeden, Schwarzenacker, Einöd und Zweibrücken. Bevor die Bagger dort anrücken können, kümmert sich die Bahn zunächst um den Naturschutz: Entlang der Trasse lebende Eidechsen werden in eigens angelegte Ersatzhabitate umgesiedelt.

Für den Herbst plant die DB, weitere Bauleistungen auszuschreiben und die ausführenden Firmen zu beauftragen. Parallel dazu beginnen im Bereich Einöd die notwendigen Rodungsarbeiten entlang der bestehenden Strecke. Damit legt das Unternehmen die Grundlage für den zweiten und dritten Bauabschnitt. Die vollständig elektrifizierte Verbindung soll im Dezember 2028 in Betrieb gehen.

Wer sich aus erster Hand informieren möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Am 5. November 2026 lädt die DB zu einer Bürgerveranstaltung ins Homburger Rathaus ein. Dort stellt Ottrembka gemeinsam mit seinem „RHZ“-Team den aktuellen Sachstand vor und beantwortet Fragen. Einen ersten Eindruck der Arbeiten bis Einöd vermittelt zudem ein Video auf dem BauInfoPortal der Deutschen Bahn.

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