Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourimsus-Zentrale Saarland, Landrat Theophil Gallo, Silke Orth von der BTE Tourismus- und Regionalberatung und Wolfgang Henn, Geschäftsführer der Saarpfalz-Touristik stellten das Konzept vor. Bild: Bill Titze

Biosphäre, Schlossberghöhlen oder die Barockstadt Blieskastel – der Saarpfalz-Kreis hat touristisch einiges zu bieten. Doch wie können diese Attraktionen in ein übergreifendes Konzept gegossen werden, das die Region von anderen Teilen Deutschlands abhebt? Unter anderem mit dieser Frage beschäftigt sich das Regionale Tourismuskonzept 2025, das nun vorgestellt wurde. Vor allem ein Schlagwort fiel dabei immer wieder.

„Regionales Tourismuskonzept 2025“ steht in grünen Lettern auf weißem Grund, ein Landschaftsfoto ist darunter gedruckt. Recht unscheinbar kommt diese blaue DINA4-Mappe daher. Doch sie hat es durchaus in sich. Denn auf 35 Seiten wird hier der Tourismus im Saarpfalz-Kreis auf eine neue Grundlage gestellt. Und welcher Zeitpunkt könnte für so eine Neubewertung besser passen, als die ausklingende Corona-Pandemie?

„Corona hat im Tourismus eindeutig neue Schwerpunkte gesetzt“, erklärt Silke Orth von der BTE Tourismus- und Regionalberatung, die im Auftrag der Saarpfalz-Touristik ein umfassendes Konzept zu Papier gebracht hat. „Die Menschen sind noch lieber draußen und da haben wir angesetzt.“ Tatsächlich scheint unsere Region wie gemacht für diesen Trend. Denn während beeindruckende Schlösser und Burgen hier eher Mangelware sind, gibt es dafür umso mehr erstklassige Wander- und Radwege, die zum Marsch durch die Natur einladen. Dementsprechend beschäftigt sich ein Gutteil des Konzepts direkt oder indirekt mit diesem Naturtourismus.

Bild: Stephan Bonaventura

Dabei spielt natürlich der Biosphärenstatus weiter Teile der Saarpfalz eine wichtige Rolle, der pünktlich zur Vorstellung des Tourismuskonzepts von der Unesco um weitere zehn Jahre verlängert wurde. „Das ist einfach ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, unterstrich Landrat Theophil Gallo. So gehört ein Biosphärenhaus in Blieskastel zu den sogenannten Master-Projekten im Konzept. Insgesamt gibt es zehn dieser sogenannten Master-Projekte, die von herausragender Bedeutung für den Tourismus sind. Dazu gehört beispielsweise auch die Ausarbeitung eines Konzepts zur touristischen Inwertsetzung des Homburger Schlossbergs.

Das alles steht unter einem bestimmten Großbegriff. „Wir wollen einen nachhaltigen Toursmus, auch mit Blick auf den Blickwandel“, so Landrat Gallo. Und Orth von der Tourismusberatung sekundiert: „Nachhaltigkeit wirklich etwas, das den Saarpfalz-Kreis schon jetzt von anderen Regionen abhebt.“ Die formulierten Ziele hängen somit eng mit diesem Prinzip zusammen. So will man unter anderem ein nachhaltiges Wachstum beim Tourismus erreichen. Ziel: Bis 2025 sollen es 500.000 Übernachtungen pro Jahr sein. „Wir wollen Tourismus, aber eben auch nicht überrannt werden“, sagt Gallo.

Archivbild – Der Landrat des Saarpfalz-Kreises Dr. Theophil Gallo – Bild: Stephan Bonaventura

Aber nicht nur Touristen sollen mit dem Freizeitangebot im Saarpfalz-Kreis zufrieden sein, sondern auch die Bewohner. Deren Vertreter wurden auch bei der Erarbeitung des Konzepts miteinbezogen, wie Silke Orth unterstreicht. „Wir haben stark mit Workshops gearbeitet, bei denen die Akteure vor Ort miteinbezogen wurden. Das ist das schöne an diesem Konzept, dass es auf ganz breiter Basis steht.“ Doch so gut sich das Konzept auch liest: Am Ende zählt die Umsetzung. Die soll dann im Jahr 2025 evaluiert werden.

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