Bild: Staatskanzlei Saarland/LvH

Ministerpräsident Tobias Hans empfing Vertreter sieben muslimischer Gemeinden zu einem Meinungsaustausch in der Staatskanzlei. Im Mittelpunkt des Gespräches stand der Bericht über das Projekt „FIT – Förderung islamischer Teilhabe“ und dessen Ziele im Saarland.

Die Gemeinden aus den Dachverbänden der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland (IGBD) und des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) arbeiten seit über anderthalb Jahren in diesem Projekt zusammen. Zielsetzung des Projektes ist entsprechend dem Dreiklang „Öffnung, Vernetzung, Kooperation“ die Förderung und Sichtbarmachung der ehrenamtlichen Gemeindearbeit, die Verbesserung der Kontakte mit öffentlichen Einrichtungen und die Vernetzung der Gemeinden untereinander.

„Ich begrüße es sehr, die Integration islamischer und alevitischer Gemeinden in die kommunalen und nachbarschaftlichen Umfelder zu stärken. Vor allem freut es mich, dass die Beteiligung und Einbindung von Moscheegemeinden und den dort aktiven Muslimen in kommunale Strukturen und Initiativen verbessert werden soll“, betonte Ministerpräsident Hans bei der Vorstellung des Projektes.

Die Vertreter der Gemeinden zeigten sich erfreut über den offenen Austausch. Ein Punkt, der zur Sprache kam, war unter anderem der Wunsch der verstetigten Einbeziehung der Gemeinden und deren Sichtbarmachung. Dies wurde vom Ministerpräsidenten mit dem konkreten Angebot aufgegriffen, eine gemeindeübergreifende Arbeitsgruppe einzurichten, die künftig als einheitlicher Ansprechpartner der muslimischen Gemeinden fungieren kann.

Zuständig für die Koordinierung von zwei Dutzend Partnergemeinden im Projekt FIT ist die Otto Benecke Stiftung e.V., deren geschäftsführender Vorsitzender, Dr. Lothar Theodor Lemper, sich erfreut zeigt über die positive Aufnahme des Projektes und die Wertschätzung, die durch den Meinungsaustausch in der Staatskanzlei den Gemeinden entgegengebracht werde: „Die OBS kann auf gute und langjährige Kooperationen mit muslimischen und alevitischen Gemeinden zurückschauen. Insbesondere angesichts der pandemiebedingten Herausforderungen ist es umso erfreulicher zu sehen, dass wir in den vergangenen eineinhalb Jahren zu einer solch konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit gelangen konnten; nicht zuletzt auch dank der gut vernetzten und engagierten Mitarbeiter unseres lokalen Partners Ramesch.“

Das Projekt ist eines von vier Teilprojekten im Förderansatz „Moscheen für Integration“ der Deutschen Islam Konferenz. “Moscheen für Integration“ wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und koordiniert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Weitere Informationen zum Förderansatz finden sich unter: https://www.deutsche-islam-konferenz.de/DE/DIK/Themenschwerpunkte/Moscheen-fuer-Integration/moscheen-fuer-integration_node.html.

Über die Arbeit der Gemeinden kann man sich am 3. Oktober auch vor Ort ein Bild machen. An diesem Tag bieten viele Gemeinden bundesweit am „Tag der offenen Moschee“ einen Einblick und begleitendes Programm in das muslimische Leben in Deutschland. Weitere Informationen hierzu finden sich auch unter:  https://www.obs-ev.de/gesellschaftliches-miteinander/fit-foerderung-islamischer-teilhabe.

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