Frank Wimmer beim Ausrichten der „Homburger Zeitung“ im Original auf dem Scanner, links - Karina Kloos - Bild: Jürgen Kruthoff

Das Homburger Stadtarchiv verfügt seit Neuestem über einen hochmodernen Scanner, mit dem auch historisch wertvolle Dokumente digital erfasst werden können. Dieses Vorgehen sichert nicht nur dauerhaft das kulturelle Erbe der Stadt, es macht dieses auch zugänglich, ohne die historischen Bestände zu belasten.

Bürgermeister Michael Forster und der Beigeordnete für Kultur, Raimund Konrad, informierten sich in diesen Tagen im Archiv und ließen sich das neue High-Tech-Gerät zeigen. Im Rahmen von „Neustart Kultur“ und dem Programm WissensWandel, „Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive“, hatte das Stadtarchiv im Juli dieses Jahres eine Bewilligung für den im November vergangenen Jahres eingereichten Förderantrag, der beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gestellt worden war, erhalten.

Beantragt worden waren die Anschaffung eines Archivscanners, zwei PC-Plätze und Personalkosten zur Digitalisierung der „Homburger Zeitung“ von 1899 bis 1942. Die Gesamtkosten des Projektes wurden mit 65.000 Euro berechnet, der Eigenanteil bei den zugesagten Fördermittel beträgt zehn Prozent, so dass die Stadt nun 58.360 Euro als Höchstbetrag erhalten kann und selbst Mittel in Höhe von 6.640 Euro aufbringen muss. In der Stadtratssitzung Anfang September wurde der Rat über diesen erfolgreichen Fördermittelantrag unterrichtet und fasste dieser den Beschluss, den Eigenanteil bereit zu stellen.

Nun ist der Archivaufsichtscanners im Format A1 da, und Bürgermeister Forster und der Beigeordnete Konrad nahmen sich die Zeit, sich das weitere Vorgehen von Michael Emser, Karina Kloos, Petra Simon und Frank Wimmer erläutern zu lassen. Die Mitarbeiterin und Mitarbeiter im Stadtarchiv waren bei der Vorstellung sichtlich stolz auf diese hochmoderne Möglichkeit der Digitalisierung historischer Quellen.

Beim Einsatz des neuen Geräts kommt der „Homburger Zeitung“ eine besondere Bedeutung zu. Zunächst sollen schwerpunktmäßig die fragilen und porösen Ausgaben der rund 40 Jahrgänge von 1899 bis 1942 für die Nachwelt gesichert werden. Diese Jahrgänge umfassen ca. 300 Ausgaben pro Jahr mit insgesamt etwa 120.000 Seiten in Fraktur-Schrift. Diese Ausgaben gehören zu den wenigen Dokumente und Zeugnissen, die vom kriegszerstörten Homburg noch erhalten sind.

Bild: Jürgen Kruthoff

Einig waren sich die Beteiligten bei der Vorführung des Scanners, dass die rund 120.000 Seiten nicht nur digital erfasst werden sollen, sondern durch die Anschaffung einer entsprechenden Software auch in durchsuchbare und editierbare Dokumente umgewandelt werden, so dass in den Dateien recherchiert werden kann. Diesen Schritt hält Bürgermeister Forster für besonders wichtig, damit interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie auch wissenschaftlich Arbeitende mit den Datensätzen entsprechend umgehen können.

 

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