Für viele Auszubildende im Saarpfalz-Kreis wird das Geld knapp, sobald sie nicht mehr bei den Eltern wohnen. Miete, Lebensmittel, Kleidung und Fahrten nach Hause summieren sich schnell – und die Ausbildungsvergütung reicht oft nicht aus. Unterstützung bietet in solchen Fällen die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) der Arbeitsagentur. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin.
„Immerhin gibt es im Saarpfalz-Kreis rund 2.890 Azubis – davon allein 83 auf dem Bau“, sagt Ute Langenbahn, Vorsitzende der IG BAU Saar-Trier. Sie verweist auf Zahlen der Arbeitsagentur. Vor allem die Miete für eine eigene Wohnung sei für viele Auszubildende eine enorme Belastung. „Die haut vielen Azubis finanziell die Füße weg“, so Langenbahn.
Die Berufsausbildungsbeihilfe richtet sich an Azubis, die nicht mehr bei den Eltern wohnen. Voraussetzungen sind unter anderem ein Alter von über 18 Jahren oder eine eigene Familie. Auch wer als Auszubildender mindestens ein Kind hat und nicht mehr im Elternhaus lebt, kann BAB beantragen. Mit der Förderung will die Arbeitsagentur sicherstellen, dass Ausbildung nicht an finanziellen Hürden scheitert.
Die Höhe der Unterstützung hängt von Einkommen, Miete und familiären Verhältnissen ab. Ob ein Anspruch besteht, können Interessierte mit dem Online-BAB-Rechner der Bundesagentur für Arbeit selbst überprüfen. Anträge können direkt bei der zuständigen Arbeitsagentur gestellt werden. Weitere Informationen bietet die Bundesagentur unter www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/berufsausbildungsbeihilfe-bab.
Mit dem Hinweis auf die Fördermöglichkeit will die IG BAU gerade junge Menschen ermutigen, sich frühzeitig zu informieren. Denn die finanzielle Unterstützung könne entscheidend sein, um eine Ausbildung erfolgreich zu bewältigen.



















