Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
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Mehr als 200 mexikanische Pflegekräfte arbeiten heute in saarländischen Kliniken – ein Erfolg, der ohne eine Frau kaum denkbar gewesen wäre. Carmen Villanueva Bracho, mexikanische Konsulin in Frankfurt am Main, wurde am Dienstag, 7. Juli 2026, in der Saarbrücker Staatskanzlei feierlich verabschiedet. Zum Abschied überreichte ihr Sozialminister Dr. Magnus Jung die Saarländische Sozialmedaille.

Nach rund neun Jahren im Amt kehrt die Diplomatin nach Mexiko-Stadt zurück, wo sie eine leitende Aufgabe im Außenministerium übernimmt. Ihre Zeit in Deutschland hinterlässt im Saarland allerdings deutliche Spuren, denn unter ihrer Federführung entwickelte sich die Zusammenarbeit beider Regionen zu einem Modell, das bundesweit Beachtung findet.

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Besonders im Gesundheits- und Pflegebereich schlug diese Partnerschaft Wurzeln. Villanueva Bracho begleitete Initiativen wie das „Mexiko-Projekt“ des Universitätsklinikums des Saarlandes und des Klinikums Saarbrücken auf dem Winterberg sowie mehrere Maßnahmen der „Konzertierten Aktion Pflege Saar“. Seit dem Start im Jahr 2020 sind so mehr als 200 hochqualifizierte Fachkräfte aus Mexiko in den saarländischen Kliniken angekommen – und geblieben.

Für David Lindemann, Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär, war die Konsulin dabei weit mehr als eine formale Ansprechpartnerin. „Sie war eine überzeugte Brückenbauerin zwischen Mexiko und dem Saarland“, würdigte er ihren Einsatz. „Mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Verlässlichkeit und ihrem persönlichen Einsatz hat sie eine Partnerschaft mit aufgebaut, die heute als Vorbild weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird.“

Doch ihr Wirken beschränkte sich nicht auf die Fachkräftegewinnung. Auch die politische und kulturelle Ebene profitierte von ihrem Engagement. So ebnete sie im September 2025 den Weg für die offizielle Delegationsreise von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in ihrer Rolle als Bundesratspräsidentin nach Mexiko. Dort standen unter anderem Gespräche mit dem mexikanischen Gesundheitsminister David Kershenobich auf dem Programm.

Sozialminister Jung fand bei der Verleihung deutliche Worte. Die mehr als 200 Pflegefachkräfte in den saarländischen Kliniken stünden für eine Erfolgsgeschichte, die ohne das außergewöhnliche Engagement der Konsulin nicht möglich gewesen wäre. „Sie hat Brücken zwischen den Kulturen gebaut, Menschen zusammengeführt und Integration gelebt“, sagte er. Mit der Sozialmedaille danke das Land für ihren herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl.

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Zur Feierstunde hatten Lindemann und Jung Gäste aus Politik, Gesundheitswirtschaft und der mexikanischen Community in die Staatskanzlei geladen. Wie sehr Integration hier gelebt wird, zeigte ein besonderer Moment am Ende: Die mexikanische Tanzgruppe Mi Barrio e.V. präsentierte einen folkloristischen Tanz und setzte damit einen stimmungsvollen Schlusspunkt.

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