Foto: Lennart Barkowski
Anzeige

Frieden ist keine Selbstverständlichkeit – daran erinnert der Antikriegstag am 1. September, und genau diesem Gedanken widmet sich der Saarbrücker Musiker Lennart Barkowski an diesem Abend im Bildungszentrum Kirkel. Unter dem Titel „Lieder durch die Zeiten – für eine friedvollere Welt“ führt er sein Publikum durch die politische Musikgeschichte zweier Kontinente. Beginn ist am Dienstag, den 1. September 2026, um 19 Uhr.

Der Gedenktag mahnt seit jeher an den Ersten und Zweiten Weltkrieg und an die verheerenden Folgen dieser Katastrophen. Barkowski nähert sich diesem schweren Thema nicht mit einem Vortrag, sondern mit Liedern aus verschiedenen Epochen. Was sie verbindet, ist eine gesellschaftliche und politische Botschaft, die auch heute nichts von ihrer Kraft verloren hat.

Anzeige

Im Gegenteil: Angesichts der zahlreichen Konflikte in vielen Teilen der Welt gewinnen diese Stücke von Tag zu Tag wieder an Aktualität. Die musikalische Reise setzt in der deutschen Geschichte beim Vormärz an, führt über die Revolution und ihre Folgen und reicht bis zu den beiden Weltkriegen. Auch das Amerika des 20. und 21. Jahrhunderts kommt zur Sprache – mit seinen militärischen Einsätzen rund um den Globus bot und bietet es reichlich Stoff für systemkritische Lieder, die den Tenor des Abends prägen. Patriotische Gesänge, gleich welcher Art, sucht man im Programm bewusst vergebens.

Wie ein 42-jähriger Lehrer und Musiker aus Saarbrücken zu einem solchen Abend findet, erklärt Barkowski aus seiner eigenen Biografie heraus. „Sowohl die Leidenschaft zur Musik als auch die zur Geschichte begleiten mich seit meiner Kindheit“, sagt er. Prägend seien die Schallplatten des früh verstorbenen Liedermachers Peter Rohland gewesen, der sich unter anderem dem politischen Liedgut verschrieben hatte.

Auch Namen wie Hannes Wader, Wolf Biermann sowie die Pirmasenser Sänger Hein und Oss Kröher hätten ihn früh begleitet. „Im Alter von zehn Jahren bekam ich meine erste Gitarre, seit dem 20. Lebensjahr stehe ich singend auf der musikalischen Bühne“, so der Musiker. Seine Liebe zur Geschichte lebt er heute als Lehrer für ebendieses Fach und für Englisch aus. „Die Symbiose ergibt sich nun fast von selbst“, fasst er zusammen.

So entsteht ein Konzertabend zwischen bekanntem und weniger bekanntem politischem Liedgut, der zum Nachdenken einlädt und zugleich unterhält. Der Eintritt ist frei, allerdings ist eine Platzreservierung erforderlich. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite des Bildungszentrums Kirkel.

Anzeige
💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein