Knoten, Fäden und getuftete Strukturen treffen im „Haus der Begegnung“ in Homburg-Erbach aufeinander: Am Samstag, den 19. September 2026, öffnet dort um 17 Uhr eine Ausstellung, die sich ganz der textilen Kunst verschreibt. Gezeigt werden Arbeiten der Künstlerin Anastasiya, die mit Makramee, Webkunst, Tufting und Couture-Stickerei ein selten präsentiertes Feld in den Mittelpunkt rückt.
Das Haus in der Spandauerstraße 10 lädt an diesem Nachmittag dazu ein, Textilkunst aus nächster Nähe zu erleben. Statt Leinwand und Pinsel bestimmen hier Garne, Verflechtungen und haptische Oberflächen das Bild. Die Vernissage markiert den Auftakt einer Schau, die bewusst auf Ruhe und Entschleunigung setzt.
Im Zentrum von Anastasiyas Arbeit steht der unmittelbare Kontakt zum Material. Sie spricht vom Spüren der Struktur, von Spannung und Widerstand, die sich beim Arbeiten mit den Händen einstellen. Aus diesem Prozess heraus entstehen ihre Werke – nicht am Reißbrett geplant, sondern im direkten Dialog mit dem Stoff.
Dabei kombiniert die Künstlerin unterschiedlichste Formen, Materialien und Knotenvarianten miteinander. Verflechtungen werden neu gedacht und in experimentellen Abläufen zusammengeführt. Ihre Inspiration zieht sie aus der Natur, aus organischen Formen und abstrakten Strukturen, die sich in meditativen, zurückgenommenen Arbeiten niederschlagen.
Neben Textilkunst umfasst ihr Schaffen auch Mixed Media, wodurch verschiedene Techniken ineinandergreifen. Anastasiya ist regelmäßig auf Ausstellungen und kreativen Märkten vertreten und sucht dort ebenso wie in ihren eigenen Werken den Austausch mit dem Publikum.
Auch über die eigene Praxis hinaus engagiert sie sich in der Region. Seit Mai 2025 ist sie Ansprechpartnerin der Künstler-Interessengemeinschaft Sulzbach, kurz KIS, und setzt sich dort für den künstlerischen Dialog ein. Kunst versteht sie nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als lebenslangen Weg – eine Haltung, die sich auch in der Ausstellung in Homburg-Erbach wiederfinden dürfte.




















