In St. Ingbert duftet es wieder nach frischem Brot: Die Bäckerei Kayser hat am Dienstag, 1. September, ihre Türen erneut geöffnet. Fast ein Jahr lang war der Betrieb geschlossen – hohe Kosten und fehlendes Personal hatten Inhaber Jens Groß seinerzeit zu diesem Schritt gezwungen.
Doch die Pause bedeutete keinen Stillstand. Groß nutzte die Zeit, um gemeinsam mit seinem Team die Zukunft der Bäckerei neu zu denken. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der traditionsreiche Betrieb langfristig tragfähig aufstellen lässt, ohne an den alten Problemen zu scheitern.
Herausgekommen ist ein schlankeres Konzept. Künftig steht Groß allein in der Backstube, während vier Mitarbeiterinnen den Verkauf hinter der Theke übernehmen. Auch das Sortiment hat er bewusst verändert: Torten sucht man nun vergeblich, Kuchen kommt nur noch zweimal pro Woche ins Regal.
Das tägliche Angebot konzentriert sich stattdessen auf die Klassiker des Handwerks. Frisches Brot, Brötchen und Baguettes gehören ebenso dazu wie belegte Brötchen und allerlei Feingebäck. Die Neuausrichtung setzt damit auf das, was eine Bäckerei im Kern ausmacht.
Zum Neustart schaute auch Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer vorbei. Gemeinsam mit Ortsvorsteherin Irene Kaiser kam er mit dem Inhaber ins Gespräch – über die Neuausrichtung ebenso wie über die Hürden, die ein solcher Betrieb heute zu meistern hat.
„Es freut mich sehr, dass die Bäckerei Kayser wieder zurück ist. Die Wiedereröffnung zeigt, wie wichtig persönliches Engagement und der Mut sind, neue Wege zu gehen“, betonte Meyer. Er wünschte Jens Groß und seinem Team für den Neustart viel Erfolg und viele zufriedene Kundinnen und Kunden.
Mit der Rückkehr des bekannten Geschäfts gewinnt St. Ingbert ein Stück Vertrautheit zurück. Für viele Stammkundinnen und -kunden dürfte der wiedergewonnene Weg zur Theke ein Grund zur Freude sein.


















