Symbolbild

Als „überflüssig“ und „nicht durchdacht“ bezeichnet der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, die Forderung von Ministerpräsident Hans nach Konsequenzen für Impfverweigerer.

„Über 60-Jährigen Impfverweigerern beispielsweise droht als Konsequenz ein schwerer Krankheitsverlauf, der in einzelnen Fällen auch den Tod zur Folge haben könnte. Wer es dennoch ablehnt, sich mit einem auf Gentechnik basierenden Impfstoff impfen zu lassen, hat die noch nicht bekannten Langzeitfolgen im Blick, oder leidet beispielsweise unter einer Autoimmunerkrankung. Statt den Menschen zu drohen, wäre es besser, sich für einen herkömmlichen Impfstoff einzusetzen, der nicht auf Gentechnik beruht, wie es mittlerweile von vielen sogenannten Impfverweigerern gefordert wird“, so Lafontaine.

Ebenso unbedacht sei der Vorschlag, Impfverweigerern die gleichen Freiheiten wie Geimpften zu verwehren. Restaurant-Besuche und Auslandsreisen seien für nicht Geimpfte bereits beschwerlicher, da unter anderem eine Test-Pflicht besteht und Quarantäne droht. Auch der zusätzliche Vorschlag, Impfverweigerer von Veranstaltungen auszuschließen, übersehe, dass geimpften Veranstaltungsbesuchern von nicht Geimpften allenfalls eine Infektion ohne schweren Krankheitsverlauf drohe. Zudem gebe es noch den Schutz durch Masken.

„Statt mit der Verlosung von Fahrrädern und Laptops zu werben oder mit Strafen zu drohen, ist in einer freien Gesellschaft der Appell an die Verantwortung jedes Einzelnen der richtige Weg – das schließt auch ein, bei einer Risiko-Abwägung zu unterschiedlichen Ergebnissen zu kommen. Dass Politiker ihre eigene Fähigkeit, Impfungen zu beurteilen, überschätzen, zeigt auch das rüde Verlangen, Kinder zu impfen, obwohl Kinderärzte und die Ständige Impfkommission davon abraten“, sagt der Linken-Fraktionschef.

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