Autofahrer zwischen Wallerfangen und Dillingen dürfen aufatmen: Der erste Teilabschnitt der gesperrten L 170 soll bereits Ende Oktober 2026 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit öffnet die Strecke rund ein Jahr früher als ursprünglich befürchtet – ein spürbarer Erfolg für alle, die die Umleitungen bislang täglich in Kauf nehmen mussten.

Seit Montag, den 29. Juni 2026, rollen die Bagger. In einem ersten Schritt werden die Fundamente für ein neues Schutzzaunsystem ausgehoben, das den instabilen Hang entlang der Landstraße dauerhaft sichern soll. Von Wallerfangen aus arbeiten sich die Baukolonnen schrittweise in Richtung Dillingen und weiter zur Brückenstraße vor.

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Dass die Sperrung für die Menschen in der Region eine erhebliche Belastung darstellt, ist den Verantwortlichen bewusst. Genau deshalb hat die eigens eingerichtete Koordinierungsgruppe „Verkehrssicherung L 170“ sämtliche Verfahren beschleunigt, die sich fachlich und rechtlich überhaupt straffen ließen. In diesem Gremium ziehen das saarländische Umwelt- und Mobilitätsministerium, der Landkreis Saarlouis, die betroffenen Kommunen sowie der Landesbetrieb für Straßenbau an einem Strang.

Eines stellen die Beteiligten jedoch klar: Tempo darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Angesichts der Gefahren für Leib und Leben könne ein bloßer Warnhinweis eine fachgerechte Sicherung des Hangs schlicht nicht ersetzen. Die verlässliche Stabilisierung der Lage bleibt daher die Grundbedingung für jede Freigabe.

Während die Sicherungsarbeiten laufen, nutzt die Stadt Dillingen die Gelegenheit für ergänzende Maßnahmen. In der Brückenstraße stehen Asphaltarbeiten an, und auch die Fahrbahndecke im Bereich der Hangsicherung soll saniert werden. Um Reibungsverluste zu vermeiden, stimmen sich die Verantwortlichen zusätzlich mit dem Energienetzbetreiber Creos ab.

Die Kosten für den Zaunbau beziffert das Ministerium derzeit auf rund 2,5 Millionen Euro. Für den anschließenden Abschnitt in Richtung der Anschlussstelle Dillingen Mitte und Rehlingen laufen die Planungen unterdessen weiter. Ein umfassendes Sanierungskonzept soll bis zum Sommer 2027 vorliegen. Erst danach folgen die Bilanzierung des Eingriffs und die notwendigen Genehmigungsschritte, ehe die Arbeiten auch dort fortgesetzt werden können.

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