Fischer & Jung - Foto: Sonja Speck

Aller guten Dinge sind 12, zumindest in der Kleinkunst. Denn genau so viele handverlesene Künstler werden an vier spannenden Wettbewerbsabenden um die heiß begehrten Pfannen antreten. Bei der diesjährigen St. Ingberter Pfanne vom 4. bis 10. September erwartet die Zuschauer in der Industriekathedrale auf der Alten Schmelz die neuesten Trends und Highlights der Kleinkunstszene.

Los geht es am Samstag 4. September, mit Matthias Reuter und „Wenn ich groß bin, werd‘ ich Kleinkünstler“. Mit seinen erfundenen Geschichten bleibt er am Boden und besieht von dort aus die Vorturner, Vorbilder und Vordenker des Landes, ganz nach der Devise: Von unten nach oben lacht es sich viel herzlicher als umgekehrt. Im Anschluss bewegt sich Annika Blanke facettenreich von lauter Komik bis hin zu nachdenklichen Tönen. Die gebürtige Ostfriesin ist Siegerin zahlreicher Poetry Slams und wird das Pfannenpublikum mit „Neulich war gestern noch heute“ begeistern.

Den dritten und letzten Auftritt des Eröffnungsabends bestreitet Amjad mit „Radikal witzig“. Als erster Comedian mit palästinensischen Wurzeln sorgt er mit seinem treffsicheren Humor garantiert für Bombenstimmung.

Amjad – Foto: Fabian Stuertz

Am zweiten Wettbewerbstag wird die Welt zwar nicht geschönt, aber dennoch schöner mit Uta Köbernick. „Ich bin noch nicht fertig“ droht sie mit irritierender Präzision und das ist so was von wahr. Danach steht ein alter Bekannter, Jan van Weyde mit seinem Solo-Programm „Große Klappe die Erste“ auf der Bühne. Zwischen Kunst und Kommerz, Kameras und Klamauk, Kinderbettchen und KACKAstrophen – seine große Klappe ist seine größte Waffe. Anne Folger kommt mit eigenwilligem Blickwinkel, leichtfüßig und dennoch tiefgründig mit ihrem Programm „Fußnoten sind keine Reflexzonen“ daher. Mit ihr erleben die Besucherinnen und Besucher ein Abend mit Geschichten, wunderschön arrangierten Liedern und einer Menge Humor.

Nach einem Tag wohlverdienter Pause geht es musikalisch mit Tanja Silcher weiter. „Mutige Gedanken“ werden frech, provokant oder ironisch präsentiert. Man darf gespannt sein. Danach begrüßen wir Kathi Wolf, die nicht nur Bachelorette der Psychologie ist, sondern auch preisgekrönte Schauspielerin und leidenschaftliche Kabarettistin. Pointiert und hintersinnig verknüpft sie Aspekte der menschlichen Psyche mit gesellschaftlichen Vorgängen und politischem Zeitgeschehen. Den dritten Wettbewerbsabend beenden wir mit einer Therapiestunde für Künstler und Publikum. Fischer & Jung sorgen mit „INNEN 20, AUSSEN RANZIG“ garantiert für strapazierte Lachmuskeln.

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Den vierten und letzten Pfannentag eröffnet ein Meister des Poetry-Slam. Artem Zolotarov schreibt zudem Lyrik, Prosa, Theaterstücke und Rap-Songs. Mit seiner „Adoptivsprache“ wird er das Pfannenpublikum abgrundtief mitreißen und sicher wieder zurückbringen. Danach kommen eine Geige, zwei Gitarren, drei Stimmen und mindestens vier unerwartete Abzweigungen auf die Bühne. Schnaps im Silbersee lassen mit ihrem „Synapsensilvester“ ein unerwartetes Klangfeuerwerk los.

Der Wettbewerb endet mit der Erkenntnis „Wahre Schönheit kommt beim Dimmen“. Mia Pittroff lässt sich in keine Kabarett-oder-Comedy-Schublade stecken und ist vordergründig nett, hintersinnig böse und immer auf den Punkt.

Wer gewonnen hat, erfährt das Publikum am Freitag, 10. September. An diesem Abend werden nicht nur zwei Jurypreise, ein Publikumspreis und der Preis der Jugendjury verliehen, zudem treten auch die Gewinner erneut vor das Publikum.

Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Der Vorverkauf für die Abonnements ist seit dieser Woche gestartet. Einzeltickets sind ab dem 2. August erhältlich. Tickets sind unter www.reservix.de und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, u.a. an der Infotheke im Rathaus St. Ingbert, Am Markt 12, erhältlich. Telefonisch unter 01806 700733 rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. (Kosten: 0,20 €/Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz höchstens 0,60 €/Minute (§66a TKG)).

Auf Grund der geltenden Corona-Beschränkungen und der einhergehenden Abstands- und Hygieneregelungen ist das diesjährige Kartenkontingent reduziert.

 

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