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Die FDP Saar geht mit einem klar definierten Führungsduo in den kommenden Landtagswahlkampf: Jorgo Chatzimarkakis soll die Landesliste anführen, Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter den zweiten Platz einnehmen. Darauf verständigten sich der Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden der Partei am Montagabend einstimmig – ohne eine einzige Gegenstimme.

Mit der Personalentscheidung verfolgt die saarländische FDP ein offensichtliches Ziel: den Wiedereinzug in den Landtag. Dort ist die Partei seit Jahren nicht mehr vertreten. Chatzimarkakis bringt nach Einschätzung des Landesvorstands ein europäisches Profil und langjährige politische Erfahrung mit, die der Partei im Wahlkampf Sichtbarkeit verschaffen sollen. Hießerich-Peter wiederum steht als Landesvorsitzende für die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre und soll Kontinuität an der Parteispitze verkörpern.

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„Jorgo Chatzimarkakis verbindet politische Erfahrung mit der nötigen Tatkraft und Überzeugungsstärke, um die liberale Stimme im Saarland noch hörbarer zu machen“, heißt es aus dem Landesvorstand. Die Formulierung lässt erkennen, dass die Parteiführung auf einen offensiven Wahlkampf setzt, der über die bisherige Wahrnehmung der FDP an der Saar hinausreichen soll. Beide Kandidaten zusammen sollen nach dem Willen des Vorstands für eine Mischung aus landespolitischer Verwurzelung und überregionalem Weitblick stehen.

Bindend ist die Empfehlung vom Montagabend allerdings noch nicht. Die endgültige Entscheidung über die Listenaufstellung trifft die Landesvertreterversammlung, also das höchste Gremium der Parteimitglieder im Saarland. Der Vorstand appellierte bereits deutlich an die Basis, das vorgeschlagene Spitzenteam mitzutragen. „Wir stehen vor einer entscheidenden Weichenstellung. Jetzt zählt der Schulterschluss aller Liberalen im Land. Wir setzen fest auf die Unterstützung für diese personelle Aufstellung“, erklärte der Landesvorstand.

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Der Ton der Parteiführung ist dabei unmissverständlich auf Geschlossenheit ausgerichtet. Interne Debatten oder mögliche Gegenkandidaturen spielten in der Kommunikation keine Rolle – stattdessen ist von einem „Signal des Aufbruchs“ die Rede, das die Mitglieder gemeinsam tragen sollen. Ob diese Einigkeit auch auf der Vertreterversammlung Bestand hat, wird sich zeigen.

Für die FDP Saar markiert die Entscheidung den Startschuss in eine Wahlkampfphase, in der es um nicht weniger als die parlamentarische Existenz im Saarland geht. „Wir sind überzeugt, dass es das richtige Spitzenteam ist, um die FDP zurück in den saarländischen Landtag zu führen“, betonte der Landesvorstand. Ob Chatzimarkakis und Hießerich-Peter dieses ambitionierte Versprechen einlösen können, entscheiden am Ende die Wählerinnen und Wähler – vorher aber zunächst die eigene Parteibasis.

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