Gleich mit drei Spielern hat sich der Tabellensechste der Regionalliga Südwest, FC Homburg, im Januar verstärkt. Nach der Verpflichtung von Robert Geller für das linke Mittelfeld und Mittelstürmer Sean Busch wechselte kurz vor Transferende auch Kaan Inanoglu zu den Grün-Weißen. Der 20-jährige Stürmer kam auf Leihbasis für ein halbes Jahr vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt ins Saarland.
Den ersten Kontakt mit seinen neuen Mitspielern, dem Trainerteam um Cheftrainer Roland Seitz und den Verantwortlichen des Vereins hatte der Türke am 1. Februar am Frankfurter Flughafen. „Wir haben uns hier zum ersten Mal gesehen, auf dem Weg ins Trainingslager nach Antalya/Lara.“ Seitz hatte zuvor angekündigt, dass man nach der kurzfristigen Vertragsauflösung von Ken Mata noch auf der Suche nach einem weiteren Stürmer sei. „Kaan ist ein junger Spieler mit großem Talent, der bereits bei den Profis des MSV Duisburg in der dritten Liga und auch im Bundesligakader von Eintracht Frankfurt dabei war“, setzt Seitz große Hoffnungen in das Nachwuchstalent, dessen Weg nach Deutschland durchaus bemerkenswert ist.
Inanoglu wurde in Dallas (USA) geboren und wuchs dort auf. Im Alter von acht Jahren begann er bei den Dallas Texans mit dem Fußballspielen. Mit 17 Jahren zog es ihn nach Deutschland. Über einen Bekannten seiner Familie kam der Kontakt zum MSV Duisburg zustande. „Serkan Govenisik, ein ehemaliger Spieler des MSV, vermittelte mich zu den Zebras“, erzählt der Neu-Homburger. In der U19 des MSV entwickelte er sich schnell zu einem Leistungsträger. In der Saison 2023/24 rückte er in den Drittligakader auf und kam zu sechs Einsätzen bei den Profis. Anschließend wechselte er zu Eintracht Frankfurt, wo er für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Südwest 32 Spiele absolvierte, 14 Tore erzielte und drei weitere Treffer vorbereitete – darunter auch ein Tor bei der 2:4-Niederlage der Frankfurter Reserve beim FC Homburg. Den Abstieg der Eintracht II konnte er jedoch nicht verhindern.
Mit einem im Januar 2025 unterzeichneten Profivertrag bis Juni 2027 trainierte Inanoglu regelmäßig mit dem Bundesligakader der Eintracht. Zu einem Einsatz in der Bundesliga kam es bislang nicht. Eine Schambeinentzündung zu Beginn der laufenden Saison warf ihn zunächst zurück. In der zweiten Mannschaft, dem Tabellenführer der Hessenliga, kam er später in zwölf Spielen auf sieben Tore und zwei Vorlagen.
„Ich will mich weiterentwickeln und daher wollte ich aus der fünften Liga mindestens wieder in der Regionalliga spielen“, erklärt Inanoglu. Nach guten Gesprächen zwischen ihm, dem FC Homburg und Eintracht Frankfurt sei die Entscheidung für ein halbjähriges Engagement im Saarland gefallen. Beim FCH wurde er sofort gut aufgenommen. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden.“ Bereits in seiner ersten Woche zahlte sich das aus: In beiden Testspielen des FC Homburg im Trainingslager in Antalya/Lara erzielte er jeweils einen Treffer – sowohl beim 2:0-Sieg gegen SK Rapid Wien II als auch beim 4:1-Erfolg gegen den Tabellenführer der Regionalliga Nord, SV Meppen.
„Ich bin nach Homburg gekommen, um der Mannschaft zu helfen und vielleicht sogar mit dem FCH in die dritte Liga aufzusteigen“, formuliert der 20-Jährige selbstbewusst seine Ziele – trotz neun Punkten Rückstand des Tabellensechsten auf Spitzenreiter SGV Freiberg. „Es sind noch 14 Spieltage zu absolvieren, da kann noch viel passieren.“
Um Punkte geht es für den FC Homburg in der Regionalliga Südwest am 21. Februar im Heimspiel gegen die TSG Bahlingen. Zuvor testet der FCH am heutigen Samstag um 14 Uhr im Waldstadion letztmals gegen den Ligakonkurrenten Bahlinger SC. Der Eintritt ist frei. Trotz widriger Witterungsbedingungen zeigt sich Roland Seitz mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden. „Wir haben uns gut vorbereitet, auch dank der guten Bedingungen im Trainingslager in der Türkei.“
Mit den Leistungen in den Testspielen gegen Wien und Meppen sei er einverstanden gewesen. Gegen den Bahlinger SC werde man allerdings noch nicht zwingend die Startelf sehen, die eine Woche später im Ligabetrieb aufläuft. „Es kann immer noch etwas passieren bis dahin“, so Seitz. Verzichten muss er am Samstag auf den erkrankten Steffen Nkansah, den verletzten zweiten Torhüter Lukas Hoffmann, Tim Littmann (Schambeinentzündung) sowie auf Neuzugang Sean Busch, der nach einer Sprunggelenksverletzung noch nicht einsatzbereit ist.




















