Foto: Jusos Saar
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Die saarländischen Jusos gehen mit neuer Spitze in ein politisch heißes Jahr. Auf ihrer Landeskonferenz wählten die Delegierten am Samstagmorgen Timmi Schüßler aus Saarbrücken zum neuen Landesvorsitzenden. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Im kommenden Jahr steht die Landtagswahl an, und die Nachwuchsorganisation der SPD will dabei ein gewichtiges Wort mitreden.

Schüßler ließ in seiner Bewerbungsrede keinen Zweifel daran, wie er die Rolle der Jusos innerhalb der Partei versteht. „Wir sind der inhaltliche Motor und das linke Gewissen der SPD“, sagte er. Eine Sozialdemokratie, die weiter nach rechts rücke, werde es mit den Jungsozialisten nicht geben. Sein Anspruch reicht dabei von der Basis bis an die Parteispitze: „Vom Ortsverein bis zum Parteivorstand darf an uns kein Weg mehr vorbeiführen.“

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Besonders deutlich wurde der neue Vorsitzende beim Blick auf die anstehende Wahl im Saarland. Die Jusos wollen dem Wahlprogramm der Saar-SPD eine eigene, jungsozialistische Handschrift verleihen. Für Schüßler ist die Richtung klar formuliert: „Nur eine linke SPD ist zukunftsfähig.“

Wofür diese Partei aus seiner Sicht einstehen müsse, führte er in seiner Rede aus. Es gehe um bezahlbares Wohnen, um eine höhere Besteuerung sehr großer Vermögen und um eine offene Haltung gegenüber Menschen aus anderen Ländern. Die Sozialdemokratie, so seine Forderung, müsse an der Seite jener stehen, „die ihr Einkommen durch Arbeit und nicht durch Besitz verdienen“. Vor allem aber müsse sie für die kämpfen, die es schwer haben und unter Armut und Diskriminierung leiden.

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Neben dem Vorsitzenden stellte die Konferenz auch das übrige Führungsteam neu auf. Als Stellvertreterinnen wurden Amelie Engel, Johanna Klos und Maya Leidinger gewählt. Emma Holzer übernimmt das Referat für Gewerkschaften, Maximilian Weimer verantwortet die Finanzen, und Marie Simon kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Komplettiert wird der Vorstand durch Hamrin Khalaf für Organisation, Fatima Lubrich für Programmatik, Sebastian Simmet für politische Bildung sowie Marie-Claire Steinkraus, die künftig die Mitgliederbetreuung übernimmt. Mit dieser breit aufgestellten Mannschaft wollen die Jusos Saar in den kommenden Monaten Einfluss auf den Kurs der Landespartei nehmen.

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