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Ein Papierbuch auf der Sonnenliege, abends eine Runde Karten und dazwischen ein ganzer Tag ohne den prüfenden Blick aufs Smartphone: Für viele Menschen gehört bewusster Verzicht auf digitale Geräte inzwischen zum Urlaub dazu. Mehr als jede und jeder Fünfte, der in diesem Jahr einen Sommerurlaub macht, plant eine solche Auszeit von Handy, sozialen Netzwerken oder Videostreaming. Konkret sind es 22 Prozent.

Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor. Befragt wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren, darunter 638, die in diesem Jahr tatsächlich verreisen. Hinter dem Begriff Digital Detox steckt die Idee, für einen begrenzten Zeitraum bewusst auf einzelne oder alle digitalen Medien, Anwendungen und Geräte im Privatleben zu verzichten.

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Bei den meisten bleibt es allerdings bei einer eher kurzen Pause. 13 Prozent der Sommerurlauberinnen und -urlauber nehmen sich einen einzigen Tag Auszeit vor, fünf Prozent mehrere Tage und drei Prozent gleich eine ganze Woche. Länger als sieben Tage will nur ein Prozent offline bleiben. Im Durchschnitt soll die digitale Pause knapp drei Tage dauern.

Der Urlaub biete gerade dafür einen passenden Rahmen, findet Dr. Sebastian Klöß, Leiter Märkte & Technologien beim Bitkom. „Urlaub ist eine gute Gelegenheit, sich die eigenen Nutzungsgewohnheiten von Smartphone, Social Media und Co. bewusst zu machen und zu hinterfragen“, sagt er. Zugleich verweist er auf die andere Seite der freien Zeit: „Zugleich ist gerade im Urlaub oft mehr Zeit für digitale Angebote, die der Entspannung dienen – vom lang aufgeschobenen E-Book bis hin zum langen Lieblingspodcast.“

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Bemerkenswert ist, wer sich beim Abschalten besonders diszipliniert zeigt. Nicht etwa die jüngste Generation, sondern die ältere. Unter den 16- bis 29-Jährigen wollen lediglich 17 Prozent im Sommerurlaub digital fasten, und das im Schnitt nur für rund zwei Tage. Bei den Reisenden ab 65 Jahren sind es dagegen 32 Prozent, die auf private Geräte oder Anwendungen verzichten wollen, durchschnittlich für drei Tage.

Zwischen den Geschlechtern fallen die Unterschiede geringer aus. 22 Prozent der männlichen Urlauber planen eine digitale Pause, im Schnitt für drei Tage. Unter den Frauen sind es 23 Prozent, allerdings mit rund zwei Tagen etwas kürzer. Zwei Prozent der Befragten gaben zudem an, im privaten Alltag ohnehin keine digitalen Geräte oder Anwendungen zu nutzen. Für die Erhebung befragte Bitkom Research die Teilnehmenden telefonisch im Zeitraum von Kalenderwoche 17 bis 21 des Jahres 2026.

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