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Mit einer klaren Ansage an die eigene Mutterpartei starten die Jusos Saar in ihre Landeskonferenz: Nur eine linke SPD sei zukunftsfähig. Unter dem Motto „Gerechtigkeit beginnt mit uns“ kommt der Nachwuchs der Sozialdemokratie Mitte August in Merzig zusammen, um sich inhaltlich wie personell neu zu sortieren.

Denn an der Spitze steht ein Wechsel bevor. Steven Commey-Bortsie, von Beruf Jurist, hatte Mitte Juli erklärt, nach drei Jahren nicht erneut für den Landesvorsitz anzutreten. Um seine Nachfolge bewirbt sich Timmi Schüßler, bislang stellvertretender Landesvorsitzender. Der 24-Jährige engagiert sich seit 2023 bei den Jusos Saar und studiert an der Universität des Saarlandes klinische Psychologie und Psychotherapie im Master.

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Die Ausgangslage beschreibt Schüßler unmissverständlich. „Die SPD hat ein Durchschnittsalter von 62 Jahren. Unsere Mutterpartei braucht uns dringend, sowohl inhaltlich als auch strukturell“, sagt er. Die Sozialdemokratie stecke in einer Krise, und dieser Abwärtstrend mache auch vor dem Saarland nicht halt.

Sein Anspruch an die Partei ist deutlich formuliert: Er wünscht sich eine Sozialdemokratie, die für bezahlbares Wohnen sorgt, Überreiche besteuert und Menschen aus anderen Ländern willkommen heißt. Eine SPD, die sich ihrer Wurzeln bewusst sei, müsse an der Seite jener stehen, die ihr Einkommen durch Arbeit und nicht durch Besitz verdienten, und vor allem für diejenigen kämpfen, die unter Armut und Diskriminierung litten.

Konkret werden soll das in einem Zehn-Punkte-Programm für die Landtagswahl 2027. Die Jusos verlangen, dass das Land selbst günstigen Wohnraum schafft und die aus ihrer Sicht massiven Kürzungen in der Psychotherapie beendet werden. Kostenloses Mittagessen an Kitas und Schulen gehört ebenso dazu wie ein Tag pro Woche, an dem alle Saarländerinnen und Saarländer den Nahverkehr gratis nutzen können.

Weiter fordern sie eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie und einen saarländischen Kulturpass, der jungen Menschen zum 18. Geburtstag ein Budget von 100 € für kulturelle Angebote sichert. Auf der Liste stehen außerdem kostenlose Periodenprodukte in Schulen, Universitäten und öffentlichen Gebäuden, eine deutliche Finanzierungsoffensive für die Jugendarbeit sowie eine zentrale Anlaufstelle für Anliegen und Anträge in der Verwaltung.

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An diesen Punkten will der Nachwuchs die Saar-SPD künftig messen. „Eine SPD, die nach rechts rückt, wird es mit uns im Saarland nicht geben“, stellt Schüßler klar. In „kritischer Solidarität“ mit der Partei ziehen die Jusos in den Wahlkampf – die inhaltlichen Weichen dafür sollen an diesem Wochenende in Merzig gestellt werden.

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