„Dzień Dobry – Guten Tag!“ – mit diesen Worten begrüßten sich Jugendliche aus Polen und Deutschland beim diesjährigen Austausch zwischen dem CJD Homburg und dem IV. Liceum Nikolaus Kopernikus aus Rzeszów, der Hauptstadt des polnischen Vorkarpatenlandes. 22 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte waren zu Gast in Homburg und im CJD in Schwarzenbach. Im Mittelpunkt stand das Thema „Gemeinsames Europa“ mit seinen Chancen, Herausforderungen und Perspektiven für junge Menschen.
In Workshops, Diskussionen und bei Ausflügen setzten sich die Jugendlichen mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas auseinander. Dabei ging es nicht nur um die Europäische Union, sondern auch um historische Verbindungen zwischen Polen und dem Saarland. So begleiteten polnische Mitstreiter einst das Hambacher Fest, und der polnische König Stanisław Leszczyński lebte zeitweise im Exil in Zweibrücken. Auch Homburg und das Kloster Gräfinthal spielen in dieser gemeinsamen Geschichte eine Rolle.
Die Nähe Rzeszóws zur ukrainischen Grenze machte den Krieg in der Ukraine zu einem weiteren Schwerpunktthema. Die polnischen Jugendlichen berichteten von Hilfsprojekten an ihrer Schule und zeigten, wie selbstverständlich Solidarität für sie geworden ist. Eindrucksvoll war der Besuch im luxemburgischen Schengen, wo vor 40 Jahren das Schengener Abkommen unterzeichnet wurde. Auch die Fahrt nach Straßburg mit dem Besuch des Europaparlaments und Einblicken in die Arbeit der Dolmetscher gehörte zu den Höhepunkten der Woche.

Landrat Frank John empfing die Gruppe im Landratsamt und informierte über die Partnerschaften des Saarpfalz-Kreises mit der Region Podkarpackie sowie über Hilfsaktionen für die Ukraine. Anschließend besuchten die Jugendlichen die Ausstellung „Diaspora“, die ein Zeichen gegen das Vergessen und für Menschlichkeit setzt.

Die Freundschaft zwischen dem CJD Homburg und dem IV. Liceum Rzeszów besteht seit 2007 und wurde seither von mehr als 1.000 jungen Menschen erlebt. Das Projekt wird vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert. Auf dem Gelände der Partnerschule in Rzeszów erinnert eine Homburger Linde an die Begegnungen – ein Symbol für die gewachsene Verbundenheit. Für 2026 ist bereits der Gegenbesuch in Polen geplant.



















