Im Homburger Standesamt war auch 2025 viel zu tun – und doch zeigen die aktuellen Zahlen, dass sich das Leben in der Stadt leicht verändert hat. Es wurden weniger Kinder geboren, gleichzeitig sank auch die Zahl der Sterbefälle. Dazu kommen mehr Eheschließungen und eine Vielzahl weiterer Vorgänge, die im Hintergrund den Alltag der Behörde prägen.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 die Geburten von 1.347 Kindern beurkundet. Im Jahr zuvor waren es noch 1.418 gewesen. Von den 2025 registrierten Kindern kamen 1.327 lebend zur Welt. Das Geschlechterverhältnis fiel dabei leicht zugunsten der Jungen aus: 686 Jungen und 659 Mädchen wurden beurkundet, hinzu kamen zwei unbestimmte Kinder. 2024 war das Verhältnis mit 713 Jungen und 705 Mädchen nahezu ausgeglichen.
Ein genauer Blick auf die Herkunft der Familien zeigt, dass das Homburger Standesamt weit über die Stadtgrenzen hinaus gefragt ist. Nur bei 249 Kindern hatte die Mutter ihren Wohnsitz in Homburg, bei 1.098 Neugeborenen lebten die Mütter außerhalb der Stadt. In 933 Fällen waren die Mütter verheiratet. Damit bildet Homburg weiterhin einen zentralen Standort für Geburtenbeurkundungen in der Region.
Bei den Eheschließungen verzeichnete das Standesamt einen Anstieg. 144 Paare gaben sich 2025 in Homburg das Ja-Wort, nach 135 Trauungen im Jahr 2024. Unter den Eheschließungen waren zwei Ehen, in denen beide Eheleute weiblich waren, sowie eine Ehe zwischen zwei männlichen Partnern. Insgesamt hatten sich 172 Paare zur Trauung angemeldet, einige heirateten dann jedoch nicht oder wählten einen anderen Ort für die Zeremonie.
Auch bei der Namenswahl nach der Hochzeit zeigen die Zahlen ein differenziertes Bild. 30 Paare entschieden sich für eine getrennte Namensführung. 114 Paare legten einen gemeinsamen Ehenamen fest. In 102 Fällen wurde der Name des Mannes beziehungsweise des Ehegatten 1 zum Ehenamen. Zehn Mal wurde der Name der Ehefrau beziehungsweise des Ehegatten 2 gewählt. In neun Fällen entschied sich die Ehefrau für einen Begleitnamen, in zwei Fällen wählte der Ehemann einen Begleitnamen.
Mit den Eheschließungen allein war die Arbeit im Eheregister jedoch nicht abgeschlossen. Im Jahr 2025 wurden 210 Namensänderungen in oder nach Auflösung einer Ehe beurkundet. Außerdem registrierte das Standesamt 1.035 Auflösungen von Ehen. Damit bleibt der Bereich Familienstand und Namensführung ein umfangreicher Teil der täglichen Arbeit.
Auch bei den Sterbefällen zeigt sich eine leichte Veränderung. 2025 wurden in Homburg 1.507 Sterbefälle beurkundet, nach 1.559 im Jahr 2024. Von den Verstorbenen waren 829 männlich und 678 weiblich. Das entspricht einem Verhältnis von 55 zu 45 Prozent. 479 der Verstorbenen hatten ihren Wohnort in Homburg, 1.028 wohnten außerhalb. 102 Personen besaßen eine nicht deutsche Staatsangehörigkeit, bei sechs Verstorbenen ließ sich diese nicht feststellen.
Hinter den reinen Fallzahlen steht ein deutlich höheres Arbeitsvolumen. Sowohl bei Geburten als auch bei Sterbefällen stellte das Standesamt durch Erst- und Nachbeurkundungen ein Vielfaches an Urkunden aus. Allein im Bereich der Sterbefälle wurden 4.752 Sterbeurkunden ausgestellt, hinzu kamen 400 nachträgliche Urkundenausstellungen. Darüber hinaus wurden 400 Kirchenaustrittserklärungen beurkundet, 66 Namensänderungen bei Kindern und 42 bei Ehegatten. Ergänzt wurde dies unter anderem durch 69 Anerkennungen einer Vaterschaft, elf Ehefähigkeitszeugnisse sowie zahlreiche weitere Bescheinigungen, die im Alltag der Behörde eine Rolle spielen.























