Mitarbeiter Sebastian Bernd und Kinobetreiber Andreas Simon freuen sich, dass das Kino am Donnerstag wieder öffnet. - Bild: Stephan Bonaventura

Überall im Land öffnen die Kinos. Auch bei uns in Homburg wird das Eden-Kino am Donnerstag, den 1. Juli, seine Pforten wieder für Filmfans öffnen. HOMBURG1 hat mit dem Betreiber Andreas Simon darüber gesprochen, was sich im Vergleich zu „normalen“ Zeiten ändert und was dem Kino besonders zu schaffen macht.

Endlich wieder knisterndes Popcorn mit Freunden und Familie genießen und dabei einen, je nach Geschmack, spannenden, romantischen oder witzigen Film schauen. Das ist in Homburg ab diesem Donnerstag wieder möglich. Dann öffnet das Eden-Kino nach langer Zwangspause für seine Gäste. Freilich mit der ein oder anderen Einschränkung.

Blick ins Homburger Eden Cinehouse – Bild: Stephan Bonaventura

So ist der Zugang nur für Personen gestattet, die negativ getestet, genesen oder geimpft sind. Auch die Kontaktdaten müssen beim Kauf eines Tickets angegeben werden. Außerdem gilt am Platz im Kino der Mindestabstand von 1,5 Metern. Heißt: immer zwei Plätze müssen zwischen Einzelpersonen oder Gruppen frei bleiben. Was für den einzelnen Kinobesucher nicht nach unüberwindlichen Hürden klingt, ist für Kinobetreiber Simon ein echtes Problem.

„Vor allem der Mindestabstand macht uns sehr zu schaffen“, erklärt er. „Im Zweifelsfall kann es sein, dass nur wenige Personen überhaupt im Kino Platz nehmen können.“ Denn wenn beispielsweise nur Einzelpersonen in einen Film gehen, sorgen die Mindestabstände dafür, dass diese einen Großteil der verfügbaren Plätze blockieren. Hinzu kommt noch, dass nur jeweils jede zweite Reihe besetzt werden kann. „Wirtschaftlich ist das Ganze also nicht“, stellt Simon resigniert fest.

Schon seit Monaten laufen Gespräche mit der Landespolitik, damit zumindest die Mindestabstände für den Kinobesuch gelockert oder aufgehoben werden. Gebracht hat es (vorläufig) nichts. „Wir sind schon enttäuscht, dass das nicht geklappt hat“, so Simon. Schließlich habe es beispielsweise in Thüringen Versuche mit vollen Sälen gegeben, die keine Auffälligkeiten gezeigt hätten. „Im Grunde ist das Risiko nicht sehr hoch, denn alle schauen in eine Richtung, Gespräche gibt es kaum und eine Lüftungsanlage ist ebenfalls vorhanden.“

Bild: Stephan Bonaventura

Einziges Trostpflaster: Die Sehnsucht der Menschen nach dem Kinobesuch ist deutlich spürbar. „Wir haben direkt nachdem wir die ersten Filme im Internet freigeschaltet haben, schon viele Reservierungen bekommen. Die Leute haben offenkundig genug davon, die Filme zu Hause in den eigenen vier Wänden auf kleinen Bildschirmen zu schauen.“ Gerade die Internetreservierung ist für Simon ein wichtiger Punkt, denn damit werden einige Formalitäten vor Ort hinfällig. Allen voran das Ausfüllen der Kontaktformulare vor Ort kann man sich so schenken. Und kann direkt in den ausgewählten Film eintauchen.

Schließlich lebt ein Kinobesuch nicht zuletzt von seiner Atmosphäre. Mit vollen Kinosälen kann Simon nun zwar nicht aufwarten, aber zumindest ist Essen und Trinken am Platz erlaubt. Dem Genuss von Popcorn und Cola sind also keine Grenzen gesetzt.

Leckere Verpflegung darf beim Kinobesuch nicht fehlen – Bild: Stephan Bonaventura

Doch was läuft eigentlich ab Donnerstag im Eden-Kino? Fünf Filme stehen zur Auswahl, für jeden Geschmack dürfte also etwas dabei sein. Für Familien mit Kindern eignen sich vor allem „Peter Hase 2“ – Ein Hase macht sich vom Acker“ und „100% Wolf“. Um das Überleben geht‘s bei „A Quiet Place 2“. Actionreich wird es bei „Godzilla vs. Kong“, während sich für Abenteurlustige „Catweazle anbietet. Mit „The Unholy“ ist auch ein Thriller im Programm. Beste Voraussetzungen also, um mit Freunden und Familie endlich wieder einen Kinobesuch zu genießen.

 

 

 

Vorheriger ArtikelÜbungen der Bundeswehr – Einsatzraum der Soldaten auch im Homburger Forst
Nächster ArtikelErgebnisse des Bürgerrat Klima: Fridays for Future sieht sich bestätigt 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.