Symbolbild © Fridays for Future Deutschland

Am Donnerstag wurden die Empfehlungen des Bürgerrats Klima in einer Pressekonferenz vorgestellt. Diese hatte der aus 160 zufällig ausgewählten Bürger*innen bestehende Bürgerrat Klima am Abend zuvor in seiner letzten Sitzung beschlossen. Um verschiedene Aspekte der Klimakrise verstehen, sowie sozial und ökologisch verträgliche Handlungsmöglichkeiten diskutieren zu können, wurde die repräsentative Gruppe bei ihrer Arbeit von renommierten Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft begleitet sowie von einer professionellen Moderation.

“Im Bürgerrat Klima ist endlich ein Konzept realisiert worden, das wir von Fridays for Future schon lange fordern: Die verschiedensten Menschen haben sich intensiv mit der Klimakrise auseinandergesetzt, wurden von Wissenschaftler*innen gebrieft und haben sich dann ihre eigene Meinung gebildet”, sagt Ole Horn, Sprecher für Fridays for Future. Der Bürgerrat Klima hat Empfehlungen in den Bereichen Energie, Gebäude und Wärme sowie Mobilität formuliert. Konkret werden unter anderem ein Kohleausstieg bis spätestens 2030, ein starker Ausbau des Bahnverkehrsnetzes und des ÖPNV, eine schnelle und gerechte energetische Sanierung öffentlicher Gebäude sowie eine klimafreundliche Landwirtschaft bis 2030 aufgeführt.

Diese Empfehlungen werden zu einem Bürgergutachten zusammengefasst und im Oktober offiziell an die Parteien im Bundestag übergeben. “Besonders signifikant ist, dass der Bürgerrat auch Kosten in Kauf nimmt. Die Geschwindigkeit der Energiewende solle Vorrang vor den Kosten haben, das sagt der Bürgerrat und es ist bahnbrechend, denn die Argumentation, dass Bürger*innen Klimaschutz nur als “Extra” wollen, ist damit hinfällig. Die Regierungsparteien haben spätestens jetzt keine Grundlage mehr, um wirksamen Klimaschutz zu unterlassen – das werden wir ihnen im Hinblick der Bundestagswahl klarmachen!”, erläutert Annika Rittmann, Sprecherin von Fridays for Future.

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