Oberbürgermeister Michael Forster (2. v. r.), die Leiterin der Ortspolizeibehörde Simone Müller-Orschekowski (r.) sowie Polizeirat Reiner Hartz (2. v. l.) und Polizeihauptkommissar Christian Karlowatz von der Polizeiinspektion Homburg tauschten sich im Rathaus zur Sicherheitslage in Homburg aus. Foto: Linda Barth
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Homburg bleibt eine vergleichsweise sichere Stadt – doch ein Blick auf die aktuelle Kriminalstatistik zeigt, dass sich die Verantwortlichen keineswegs zurücklehnen. Die Zahl der Straftaten ist im Jahr 2025 erneut gesunken, gleichzeitig sorgt ein deutlicher Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen für Stirnrunzeln bei Polizei und Stadtverwaltung. Vorgestellt wurden die Ergebnisse gemeinsam im Homburger Rathaus.

Die nackten Zahlen sprechen zunächst eine beruhigende Sprache. Von landesweit 66.372 registrierten Straftaten entfielen rund vier Prozent auf die Kreis- und Universitätsstadt, konkret 2.695 Fälle. Im Ranking der saarländischen Kommunen rutschte Homburg von Rang acht auf Rang elf – und das im positiven Sinne. Polizeirat Reiner Hartz, Leiter der Polizeiinspektion Homburg, und sein Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Christian Karlowatz, erläuterten die Entwicklung. Die unrühmlichen Spitzenplätze belegen andernorts Saarbrücken, Lebach, Neunkirchen und Perl.

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„Die objektiven Zahlen zeigen, dass Homburg nach wie vor eine sichere Stadt ist“, betonte Oberbürgermeister Michael Forster. Zugleich sei es wichtig, Entwicklungen früh zu erkennen und mit der Polizei die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gemeinsam mit Simone Müller-Orschekowski, Leiterin der Ortspolizeibehörde, verfolgte er die Präsentation aufmerksam. Man müsse schauen, wo die städtischen Kräfte ansetzen könnten – ob durch bessere Beleuchtung, mehr Präsenz oder gezielte Prävention.

Das größte Sorgenkind ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Nach Jahren rückläufiger Werte kletterte sie 2025 spürbar nach oben: 75 gemeldete Fälle stehen 45 aus dem Vorjahr gegenüber. Bemerkenswert ist dabei die Verlagerung der Tatorte. Statt leerstehender Gebäude am Stadtrand nahmen die Täter zunehmend die Innenstadt ins Visier – dort stieg die Zahl der Einbrüche um 75 Prozent. „Die Gründe hierfür lassen sich derzeit nicht abschließend erklären, aber wir beobachten das Phänomen sehr genau und werden unsere Präventionsarbeit weiter intensivieren“, so Hartz. Die Polizei rät zu abschließbaren Fenstergriffen, guter Außenbeleuchtung und einem wachsamen Blick der Nachbarn während der Urlaubszeit.

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Weitgehend stabil zeigte sich die Zahl der Diebstähle, die sich häufig in Discountern ereignen. Betroffen sind oft ältere Menschen, die ihren Geldbeutel unbeaufsichtigt im Einkaufswagen lassen. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Rauschgiftdelikte, was die Polizei unter anderem auf die Teillegalisierung von Cannabis zurückführt. An Bedeutung gewonnen hat hingegen die Internetkriminalität – doch eine kommunale Zuordnung fällt schwer, da viele Taten aus dem Ausland heraus begangen und zentral bearbeitet werden.

Ein Thema, das die Verantwortlichen besonders beschäftigt, ist die zunehmende Beteiligung junger Menschen an Straftaten. Von Körperverletzung über Sachbeschädigung bis hin zu Internetdelikten werden Tatverdächtige immer jünger. „Hier sind nicht nur Polizei und Justiz gefragt, sondern die gesamte Gesellschaft“, mahnte Hartz. Forster regte an, städtische Angebote für Kinder und Jugendliche weiter zu stärken. Karlowatz pflichtete bei: „In die Jugendarbeit zu investieren, kann grundsätzlich nicht verkehrt sein.“ Prävention, Sozialarbeit und die Kooperation mit Schulen und Vereinen seien wichtige Bausteine.

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Einen Lichtblick lieferten die Betrugsdelikte zum Nachteil älterer Menschen: Saarlandweit sanken sie um 51,1 Prozent, wenngleich immer noch 945 Fälle registriert wurden. Die Präventionskampagnen zeigen offenbar Wirkung. Dennoch warnt die Polizei vor Nachlässigkeit bei Schockanrufen. Mit großer Sorge blicken die Behörden zudem auf die wachsende Gewaltbereitschaft – auch gegenüber Einsatzkräften, Beschäftigten im öffentlichen Dienst und Mandatsträgern. „Die Hemmschwelle für Gewalt sinkt, und die Auslöser stehen häufig in keinem Verhältnis mehr zu den Folgen“, so Hartz.

Dass Statistiken nur einen Teil der Wirklichkeit abbilden, betonten die Beamten ebenfalls. Bei Ladendiebstählen, häuslicher Gewalt oder Graffiti sei von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Umso wichtiger sei der enge Schulterschluss zwischen Stadt und Polizei, den beide Seiten ausdrücklich lobten. In regelmäßigen Besprechungen tauschen sich die Verantwortlichen über Sicherheitsfragen aus. „Nicht alles, was subjektiv als Problem wahrgenommen wird, spiegelt sich unmittelbar in den Statistiken wider – und umgekehrt“, erklärte Müller-Orschekowski. Forster brachte es auf den Punkt: „Sicherheit entsteht nicht allein durch Statistiken. Entscheidend ist, dass sich die Menschen in ihrer Stadt sicher fühlen.“ Die Polizeiinspektion Homburg ist für rund 110.000 Menschen in Homburg, Bexbach, Blieskastel, Kirkel, Gersheim und Mandelbachtal zuständig.

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