Die Heizungen der Zukunft werfen in Homburg ihre Schatten voraus. Wer wissen möchte, wie die eigenen vier Wände in den kommenden Jahrzehnten warm bleiben, bekommt nun erste konkrete Antworten. Monatelang haben Experten im Hintergrund Daten gewälzt, Leitungen kartiert und Strategien entworfen, um die Stadt unabhängig von fossilen Brennstoffen zu machen. Jetzt liegt der Fahrplan für die Wärmewende auf dem Tisch und geht in die entscheidende Phase. Klimaschutzmanagerin Andrea Lippmann betont dabei ausdrücklich: Mitwirkung ist nicht nur erwünscht, sondern ausdrücklich gefragt.
Der Weg bis hierhin war datenintensiv. Seit dem Start des Prozesses haben die Stadtwerke Homburg gemeinsam mit dem beauftragten Dienstleister „greenventory“ umfangreiche Daten erhoben, zusammengeführt und ausgewertet. Auf dieser Grundlage entstanden verschiedene Szenarien, konkrete Maßnahmen wurden definiert und Vorschläge für künftige Wärmeversorgungsgebiete erarbeitet. In zwei begleitenden Workshops brachten Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und lokaler Praxis ihre Expertise ein. Dabei ging es unter anderem um die voraussichtliche Einteilung der Wärmeversorgungsgebiete und um mögliche Maßnahmen für die anschließende Umsetzungsphase.
Das übergeordnete Ziel ist klar formuliert: Bis spätestens 2045 soll der Wärmesektor in Homburg treibhausgasneutral sein. Die kommunale Wärmeplanung liefert dafür die strategische Grundlage – eine Handlungsstrategie, die den Rahmen für die kommenden zwei Jahrzehnte absteckt. Linus Nett, Projektleiter bei der greenventory GmbH, zieht bereits jetzt eine positive Zwischenbilanz: „Homburg hat hier in vorbildlicher Weise den Prozess der kommunalen Wärmeplanung absolviert. In der konstruktiven Zusammenarbeit vieler verschiedener Daten- und Entscheidungsträger konnten wir einen exzellenten Wärmeplan entwerfen.“ Stadt und Stadtwerke hätten sich auf ein umfassendes Maßnahmenpaket geeinigt und schafften mit der Einteilung der Wärmeversorgungsgebiete eine Orientierung für die Bürgerinnen und Bürger. „Wir sind zuversichtlich, dass damit die Klimaneutralität bis 2045 gelingen kann“, so Nett.
Bei der Bürgerinformationsveranstaltung am 2. April erhalten Interessierte nicht nur Einblick in die Ergebnisse, sondern können auch Fragen stellen und eigene Anregungen einbringen. Direkt im Anschluss an die Veranstaltung startet die 30-tägige Offenlage, in deren Rahmen Stellungnahmen abgegeben werden können. Details zum genauen Ort beziehungsweise zur Form der Auslegung will die Stadt noch gesondert bekanntgeben.
Der weitere Fahrplan steht bereits: Die finale Fassung der kommunalen Wärmeplanung soll voraussichtlich im Mai dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Mit dem politischen Beschluss beginnt dann die Phase der konkreten Umsetzung – gemeinsam mit allen Beteiligten vor Ort. Für Homburg markiert dieser Prozess einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, der nun von der Planung in die Praxis übergeht.





















