Symbolbild
Anzeige

Von Platz elf auf Rang sieben im bundesweiten Vergleich – das Saarland macht bei der Digitalisierung seiner Verwaltung ordentlich Boden gut. Laut dem Dashboard Digitale Verwaltung des Bundes hat sich das kleinste Flächenland im aktuellen Länderranking um gleich vier Positionen verbessert. Noch vor zwei Jahren teilte sich das Saarland gemeinsam mit Sachsen-Anhalt den letzten Platz bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Dieser Rückstand scheint inzwischen Geschichte zu sein.

„Der deutliche Sprung im bundesweiten Ranking zeigt: Das Saarland fährt bei der Digitalisierung seiner Verwaltung auf der Überholspur“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretärin und Chief Information Officer Elena Yorgova-Ramanauskas. Weniger Papier, kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Service für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen – so fasst die CIO die konkreten Vorteile zusammen. „Diesen Modernisierungskurs setzen wir gemeinsam mit den Kommunen mit Nachdruck fort“, betonte sie.

Anzeige

Kern des Fortschritts ist das saarländische Serviceportal, das im August 2025 an den Start ging und seitdem kontinuierlich ausgebaut wird. Mittlerweile finden Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen dort Informationen zu über 3.000 Verwaltungsleistungen. Von diesen können bereits 1.191 Dienstleistungen flächendeckend mithilfe der BundID online beantragt werden. Darunter fallen zentrale Anliegen wie Elterngeld, Wohngeld oder BAföG, aber auch zahlreiche Förderprogramme für Unternehmen stehen digital zur Verfügung.

Der Ausbau geht in den kommenden Monaten weiter. Bis Mitte 2026 sollen zusätzliche Online-Dienste eingeführt werden, darunter die elektronische Wohnsitzanmeldung sowie gewerbliche Angebote rund um Tätigkeits- und Betriebserlaubnisse. Auch im sozialen Bereich plant das Land neue digitale Zugänge. So soll etwa die „Hilfe zur Pflege“ künftig online beantragt werden können. Weitere Leistungen der Sozialplattform sollen ebenfalls hinzukommen.

Dass der Aufstieg im Ranking kein Zufall ist, zeigt ein Blick auf die Strukturen hinter dem Projekt. Die inhaltliche Qualität und Aktualität der digitalen Leistungen wird in enger Zusammenarbeit mehrerer Akteure sichergestellt. Die einzelnen Ressorts und Landesbehörden arbeiten dabei Hand in Hand mit der Zentralen Leistungsredaktion im Wirtschaftsministerium. Hinzu kommt die Kommunalredaktion des Zweckverbands eGo-Saar, der die kommunale Seite der Digitalisierung koordiniert.

Dieses Zusammenspiel sorgt nicht nur für vollständige Inhalte, sondern treibt auch die technische Weiterentwicklung und Nutzerfreundlichkeit des Portals voran. Für die Menschen im Saarland bedeutet das ganz praktisch: Wer einen Antrag stellen muss, kann immer häufiger den Weg zum Amt sparen und stattdessen bequem von zu Hause aus handeln. Angesichts der ambitionierten Pläne für das laufende Jahr dürfte sich das digitale Angebot in den kommenden Monaten noch einmal deutlich erweitern.

Anzeige